Jochen Stolla http://j-stolla.de/ Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 Pico blog/2020-04-25_telegraph telegra.ph: einfache Webseiten mit Stolperfalle <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>telegra.ph: einfache Webseiten mit Stolperfalle</h1> <p>25.04.2020</p> <p>Mit <a href="https://telegra.ph">telegra.ph</a> lassen sich schnell einfache Webseiten erzeugen, die gut aussehen. <a href="https://ebildungslabor.de/blog/onlineformat/">Nele Hirsch</a> empfiehlt telegra.ph als "Mini-Lernplattform", als zentrale Anlaufstelle für onlinegestützte Kurse.</p> <p>Aber Vorsicht: Wenn man nicht aufpasst, hat man sich leicht ausgesperrt und kann seine eigene Seite nicht mehr bearbeiten. telegra.ph setzt beim Erzeugen einer Seite ein Cookie, das im Browser gespeichert wird. Nur dieses Cookie berechtigt, so weit ich sehe, zum Bearbeiten. Das heißt: Auf einem anderen Gerät, sogar mit einem anderen Browser, lässt sich die eigene Seite nicht editieren. Und wer die eigentlich gute Gewohnheit hat, ab und an seine Browserdaten zu bereinigen und dabei Cookies zu entfernen, kann womöglich seine eigene telegra.ph-Seite nie wieder bearbeiten. Ich habe es vorsichtshalber noch nicht ausprobiert.</p> <p>Damit im schlimmsten Fall nicht alles dem Zugriff entzogen ist, würde ich regelmäßig eine Kopie des Quelltextes meiner telegra.ph-Seite speichern.</p> <!-- <script defer src="https://cdn.commento.io/js/commento.js"></script> --> <!-- <div id="commento"></div> --> <!-- <script>talkyardServerUrl='https://comments-for-www-j-stolla-de.talkyard.net';</script> --> <!-- <script async defer src="https://c1.ty-cdn.net/-/talkyard-comments.min.js"></script> --> <!-- You can specify a per page discussion id on the next line, if your URLs might change. --> <!-- <div class="talkyard-comments" data-discussion-id="" style="margin-top: 45px;"> --> <!-- <noscript>Please enable Javascript to view comments.</noscript> --> <!-- <p style="margin-top: 25px; opacity: 0.9; font-size: 96%">Comments powered by --> <!-- <a href="https://www.talkyard.io">Talkyard</a>.</p> --> <!-- </div> --> <!-- <script type="text/javascript" src="/home/jochen/www/hashover/comments.php"></script> --> <!-- <div id="hashover"></div> --> <!-- <div id="disqus_thread"></div> <script> /** * RECOMMENDED CONFIGURATION VARIABLES: EDIT AND UNCOMMENT THE SECTION BELOW TO INSERT DYNAMIC VALUES FROM YOUR PLATFORM OR CMS. * LEARN WHY DEFINING THESE VARIABLES IS IMPORTANT: https://disqus.com/admin/universalcode/#configuration-variables*/ /* var disqus_config = function () { this.page.url = PAGE_URL; // Replace PAGE_URL with your page's canonical URL variable this.page.identifier = PAGE_IDENTIFIER; // Replace PAGE_IDENTIFIER with your page's unique identifier variable }; */ (function() { // DON'T EDIT BELOW THIS LINE var d = document, s = d.createElement('script'); s.src = 'https://www-j-stolla-de.disqus.com/embed.js'; s.setAttribute('data-timestamp', +new Date()); (d.head || d.body).appendChild(s); })(); </script> <noscript>Please enable JavaScript to view the <a href="https://disqus.com/?ref_noscript">comments powered by Disqus.</a></noscript> --> http://j-stolla.de/blog/2020-04-25_telegraph Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-04-25_telegraph http://j-stolla.de/blog/2020-04-25_telegraph blog/2020-04-28_toncheck Kein Ton in der Videokonferenz? Jochen Stolla <h1>Kein Ton in der Videokonferenz? Daran könnte es liegen:</h1> <p>28.04.2020</p> <h2>Die Kurzfassung</h2> <ul> <li>Lautsprecher eingeschaltet?</li> <li>Ist am Computer das richtige Wiedergabegerät gewählt?</li> <li>Lautstärke hoch genug eingestellt?</li> <li>Browserseite aktuell? – im Zweifel neu laden (meistens Taste F5)</li> <li>Wird der Browser unterstützt? – anderen Browser verwenden</li> <li>Browserversion aktuell?</li> <li>Webinarraum verlassen und neu betreten</li> <li>Läuft die Konferenz auf dem lokalen Computer (und nicht auf einem entfernten Server)?</li> </ul> <h2>Die ausführliche Fassung</h2> <p>Wenn die Webkonferenz erst einmal läuft, ist man mit technischen Problemen oft allein. Leider verständlich: Technische Fragen einzelner zu lösen, würde Zeit rauben und brächte alle anderen um die Gelegenheit, sich zu den Inhalten der Konferenz auszutauschen.</p> <p>Hier sind ein paar Tipps zur Selbsthilfe, wenn alle den Ton hören außer mir selbst. Bestimmt nicht vollständig. Aber vielleicht hier und da hilfreich.</p> <h3>Lautsprecher eingeschaltet?</h3> <p>Die einfachsten Fehler übersieht man am liebsten. Wenn die Lautsprecher nicht eingeschaltet sind, wenn sie oder der Kopfhörer nicht eingestöpselt sind, hört man nichts.</p> <h3>Am Computer das richtige Wiedergabegerät gewählt?</h3> <p>Meist hat der Computer die Wahl zwischen verschiedenen Wiedergabegeräten: Lautsprecher, Kopfhörer, integrierte Lautsprecher, USB-Audiointerface etc. Auf welches der Computer seinen Ton ausgibt, lässt sich einstellen. Oft über ein Symbol rechts unten auf der Taskleiste.</p> <h3>Lautstärke hoch genug eingestellt?</h3> <p>Die Lautstärke lässt sich am externen Gerät (z. B. Lautsprecher) oder am Computer selbst einstellen, über die Systemeinstellungen oder mit entsprechenden Tasten auf der Tastatur.</p> <h3>Browserseite neu laden (meistens Taste F5)</h3> <p>Internetbrowser speichern im Hintergrund Seiten, um sie bei einem erneuten Aufruf schneller darstellen zu können. Um den Browser zu veranlassen, die aktuelle Seite zu zeigen und nicht die, die er selbst gespeichert hat, bittet man ihn, sie neu zu laden – meist über die Taste F5.</p> <h3>Anderen Browser verwenden</h3> <p>Was auf Google Chrome funktioniert, funktioniert nicht unbedingt auch auf Firefox oder Safari. Welche Browser für die jeweilige Konferenzplattform geeignet sind, sagen die Anbieter. Zum Beispiel <a href="https://edudip.zendesk.com/hc/de/articles/360002725654-Technische-Voraussetzungen">hier (Edudip)</a> oder <a href="https://support.zoom.us/hc/en-us/articles/214629443-Zoom-web-client">hier (Zoom)</a>.</p> <h3>Browser aktualisieren</h3> <p>Ältere Browserversionen bieten weniger moderne Funktionen. Deshalb kann es sein, dass zum Beispiel der Ton nicht funktioniert, wenn der Browser lange nicht aktualisiert wurde. Im Zweifel die neueste Version installieren.</p> <h3>Konferenzraum verlassen und neu betreten</h3> <p>Hilft manchmal, wenn der Server hoch ausgelastet ist.</p> <h3>Auf dem lokalen Computer arbeiten (und nicht auf einem entferneten Server)</h3> <p>Homeoffice heißt für viele: Wir bewegen uns mit unseren Anwendungen auf einem entfernten Server. Dort einer Webkonferenz beizutreten, ist aber meist keine gute Idee. Besser auf den Desktop des lokalen Computers wechseln, dort den Browser öffnen und den Teilnahmelink aufrufen.</p> <h3>Ton ist da, aber schlecht?</h3> <p>Dann helfen vielleicht <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht">diese Tipps</a> weiter.</p> <p><small>zuletzt aktualisiert: 09.06.2020</small></p> http://j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck http://j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck blog/2020-05-04_gruende Gute Gründe: Warum lernen Menschen online? Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>Gute Gründe: Warum lernen Menschen online?</h1> <p>04.05.2020</p> <p>Es gibt viele, leider sehr viele gute Gründe, digitale Lernangebote nicht wahrzunehmen. Was bringt Lernende dazu, digitales Material trotzdem zu nutzen? </p> <p>Zu einem Seminar kürzlich hatte ich die Teilnehmenden gebeten, im Vorfeld zwei Aufgaben online zu bearbeiten. Da es im Seminar darum ging, wie digitale Methoden in Kursen eingesetzt werden können, bat ich sie um eine Selbstreflexion. Was hat sie dazu bewogen, die Onlineaufgaben zu erledigen?</p> <p>Auf ihren Antworten basiert die folgende Zusammenstellung. Für mich als Dozenten waren sie ziemlich interessant, weil sie mir Hinweise darauf geben, wie ich Onlineaufgaben gestalten, ankündigen und in meinen Kurs einbetten sollte.</p> <h2>Selbsttest</h2> <p>Wie gut habe ich das Thema der Aufgabe verstanden? Und werde ich mit der Technik klarkommen, die ich für die Bearbeitung anwenden muss? Durch eigenständig zu bearbeitende Aufgaben gebe ich als Dozent den Lernenden eine Gelegenheit, Rückmeldung auf ihre eigenen Kompetenzen zu erhalten – sowohl im Hinblick auf die zu vermittelnden Inhalte als auch auf die Technikbeherrschung.</p> <h2>Wertschätzung des Dozenten</h2> <p>Der Dozent hat mich (die Teilnehmerin) gebeten, die Aufgabe zu bearbeiten, er hat sich für mich Mühe gegeben. Deshalb bedeutet die Bearbeitung für mich auch, dem Dozenten meine Wertschätzung entgegenzubringen. – Was zeigt, dass auch das Lernen im virtuellen Raum viel mit Beziehungen zu tun hat.</p> <h2>Einfach zugänglich</h2> <p>Einfach nur einen Link anklicken, um loszulegen: Das kann Lernende ermuntern, sich mit einer Aufgabe zu befassen. In meinem Fall führte ein Link zu einer Padlet-Pinnwand, ein anderer zu einem Erklärvideo. Eine mehrschrittige Anmeldung zu einer Lernplattform oder die nicht-intuitive Bedienung eines Tools dagegen werden die Rücklaufquote drücken.</p> <h2>Didaktischer Nutzen klar</h2> <p>Wenn den Lernenden deutlich wird, zu welchem Zweck sie eine Aufgabe bearbeiten, bearbeiten sie sie lieber. Deshalb ist es mir wichtig, meine didaktischen Ziele explizit mit der Aufgabenstellung zu nennen.</p> <h2>Soziale Kontrolle</h2> <p>Auch wer allein vor seinem Bildschirm arbeitet, entkommt nicht unbedingt der Kontrolle durch die Gruppe. Andere Lernende werden das Engagement des Einzelnen registrieren – das kann selbst dann einen Effekt haben, wenn Beiträge anonym eingereicht werden.</p> <h2>Beitrag zur Unterrichtsqualität</h2> <p>Mit der individuellen Vorbereitung tragen die Lernenden zur Qualität des Kurses bei und übernehmen damit Mitverantwortung für den Unterricht. Es lohnt sich, die Teilnehmenden auch darauf ausdrücklich hinzuweisen.</p> http://j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende http://j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende blog/2020-05-14_cloud Cloud oder nicht Cloud? Jochen Stolla <h1>Cloud oder nicht Cloud?</h1> <p>Eine Entscheidungshilfe, Teil 1</p> <p>14.05.2020</p> <p>Die „Cloud“, das muss man Nicht-Eingeweihten sagen, damit meinen Sprecher/-innen aus dem Volkshochschulmilieu die <a href="https://www.vhs.cloud">vhs.cloud</a>, die Lern- und Kommunikationsplattform der Volkshochschulen in Deutschland.</p> <p>Nehmen wir an, ich wäre Kursleiter an eine Volkshochschule. Und ich hätte die Absicht, in meinen Kursen in Zukunft digitale Methoden einzusetzen. Ist die VHS-Cloud für mich das Mittel der Wahl? Soll ich mich registrieren und einarbeiten? Oder soll ich andere Werkzeuge verwenden, kleine und große, häufig kostenlos, wie das Netz sie mir zahlreich anbietet? Allgemein formuliert: Ist es sinnvoll, meinen Kurs auf einer Lernplattform zu platzieren – sei es nun die VHS-Cloud, Moodle oder eine andere –, oder arbeite ich besser mit Einzeltools?</p> <p>Hier sind einige Überlegungen, die in der Frage als Entscheidungshilfe dienen können.</p> <h2>Familie</h2> <p>Mit einem Kurs in der VHS-Cloud kann ich mich als Teil der deutschlandweiten VHS-Familie fühlen. Ich stärke die Marke „VHS“ und trage dazu bei, die Kundinnen und Kunden an die Volkshochschulen zu binden und sich mit der Marke zu identifizieren.</p> <h2>Lagerfeuer</h2> <p>Eine Lernplattform ist ein Sammelpunkt, hier kommt man zusammen, auch wenn man vielleicht nicht gemeinsam „Country Roads“ zur Gitarre singt. (Oder doch? Bisweilen unterrichten Musiklehrer/-innen in der VHS-Cloud.)</p> <p>Indes muss dieses Lagerfeuer nicht zwingend eine hochkomplexe Lernplattform sein. Auch eine schlichte <a href="https://telegra.ph/">Website</a> mit bescheiden glimmendem Reisig kann die Aufgabe erfüllen (worauf <a href="https://ebildungslabor.de/blog/onlineformat/">Nele Hirsch</a> hingewiesen hat).</p> <h2>Alles unter einem Dach</h2> <p>In der VHS-Cloud habe ich alles an einem Ort. Ich bin mit praktisch allem ausgestattet, was ich für meinen Kurs jemals brauchen werde. Nicht nur mit einer Dateiablage, mit Web-based Trainings, einem Konferenztool oder einem Wiki, sondern auch mit E-Mail und einem Messenger. Einmal eingeloggt, brauche ich nicht mehr vor die Tür zu gehen.</p> <h2>Datenschutz</h2> <p>Vorsicht: Es folgen Ausführungen eines juristischen Laien.</p> <p>Mit der VHS-Cloud sind Volkshochschulen und Dozent/-innen auf der relativ sicheren Seite. Nutzer/-innen willigen in eine Datenschutzerkärung ein, das Vertragsverhältnis zwischen der VHS-Cloud und den Volkshochschulen ist geklärt. Bei externen Diensten ist das komplizierter. Zwar müssen Nutzer/-innen gleichermaßen sich einverstanden erklären mit der Speicherung und Nutzung ihrer Daten, aber wenn Volkshochschulen diese Dienste offiziell als Teil ihres Bildungsangebots betrachten würden, stünden sie in der Mitverantwortung für den Datenschutz bei Google, Whatsapp, Padlet etc. Diese Verantwortung können sie naturgemäß nicht übernehmen. Und mit allen einzelnen Diensten die Verantwortlichkeiten abzustimmen und Vereinbarungen zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datenverarbeitung_im_Auftrag">Auftragsdatenverarbeitung</a> abzuschließen, ist ebenso wenig realistisch.</p> <p>Oben habe ich geschrieben „auf der <em>relativ</em> sicheren Seite“. Einzelne Volkshochschulen haben Vorbehalte gegenüber der VHS-Cloud und untersagen ihre Nutzung. Wer der Datenschutzvereinbarung der VHS-Cloud zustimmt, natürlich nach eingehender Lektüre, offenbart unversehens der ganzen Kursgruppe Kontaktdaten.</p> <h2>Kaufhaus des Westens</h2> <p>„Luxus erleben“ – damit wirbt das Kaufhaus des Westens in der Berliner Tauentzienstraße. In der VHS-Cloud kann ich mich wie in anderen Lernplattformen an E-Learning-Tools im Überfluss bedienen. (Manche sind auch nicht vorrätig: Schnell einmal eine Sprachnachricht zu schicken, das ist über einen Smartphone-Messenger einfacher.) Aber vieles ist in Griffweite: Foren, Wikis, Lernprogramme, kollaborative Office-Software, Videokonferenzen, terminierte Aufgaben, Dateibereitstellung, Umfragen, Kalender, Blogs und andere Dinge, die die Augen zum Leuchten bringen.</p> <h2>Do one thing and do it well</h2> <p>Das erste Gebot der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Unix_philosophy">Unix-Philosophie</a> ist mir bisweilen sympathischer als der Anspruch, alles können zu wollen. Wenn ich einen gemeinsamen Ort für Dateien brauche, denke ich zuerst an Google Drive oder <a href="https://www.box.com/de-de/home">Box</a>. Wenn ich ein Quiz erstellen will, an Google-Formulare. Wenn ich digital Karteikarten anpinnen will, an <a href="https://de.padlet.com">Padlet</a>. Einen Link kopieren und verschicken, und die Lernenden können damit arbeiten. Die kleinen, simplen Tools, die eine Sache gut können, lassen sich eben einmal nebenbei im Kursalltag einsetzen. Lernplattformen nicht.</p> <h2>Auf verwachsenem Pfade</h2> <p>Nicht jede Funktion in der VHS-Cloud erklärt sich der Nutzerin von selbst. Manche kritisieren mangelnde Ergonomie und Intuitivität der Bedienung. Die erste Zeit kann durchaus einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Point-and-Click">Point-and-Click-Adventure</a> ähneln. Nach der Einarbeitung mag das anders werden. Vielleicht nicht so sehr für Lehrende, aber für Lernende. Für sie sei die VHS-Cloud nach gelungenem Einstieg nutzerfreundlicher als die meisten anderen Lernplattformen – das meint jedenfalls Torsten Timm, VHS-Cloud-Multiplikator aus Wildeshausen.</p> <h2>Hand in Hand</h2> <p>Lernplattformen sind zu bewältigen, keine Frage. Von Menschen, die sich schon durch hundert andere Apps geklickt und getippt haben und für die auch die alltägliche Kommunikation, Information und Unterhaltung digital ist, sowieso. Andere aber schaffen den Anstieg nicht alleine. Zumindest brauchen Sie geduldige Begleitung. Und das gilt nicht nur für Lernende, sondern auch für Lehrende. Kursleitende müssen einkalkulieren, dass sie umso mehr technische Hilfestellung leisten müssen, je komplexer das Lernsystem ist.</p> <p>Was bedeutet das nun konkret für mich und meine Kurse? Keine Antworten, aber ein paar Kriterien habe ich <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2">hier</a> notiert.</p> http://j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud http://j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud blog/2020-05-20_cloud_2 Cloud oder nicht Cloud? (Teil 2) Jochen Stolla <h1>Cloud oder nicht Cloud?</h1> <p>Eine Entscheidungshilfe, Teil 2</p> <p>20.05.2020</p> <p>Im <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud">ersten Teil</a> habe ich versucht, Unterschiede zwischen dem System „Lernplattform“ und der Arbeit mit Einzeltools herauszuarbeiten. Was bedeutet das nun für meine Kurse? Unter welchen Voraussetzungen fahre ich mit dem einen oder mit dem anderen besser?</p> <h2>In welchem Umfang will ich mit digitalen Methoden arbeiten?</h2> <p>Will ich nur hier und da einmal ein Quiz einsetzen, ein PDF bereitstellen, eine Aufgabe an einem Youtube-Video aufhängen? Dann wird es sich kaum lohnen, einen voll ausgestatteten Kursraum im Lern-Management-System einzurichten. Ähnlich verhält es sich, wenn ich zwar regelmäßig mit meinen Teilnehmenden digital arbeite, aber die Methoden sich auf wenige beschränken. Wenn meine Teilnehmenden zwar regelmäßig gemeinsam online Texte bearbeiten, aber dies meine einzige digitale Methode ist, dann reicht mir ein Etherpad. Auch in diesem Fall kommen die Vorteile eines LMS kaum zum Tragen.</p> <h2>Sind die digitalen Methoden unabdingbarer Bestandteil meines Kurses?</h2> <p>Wenn die digitalen Angebote kein freiwilliges Add-on zu meinem Kurs sind, sondern unverzichtbar im Gesamtkonzept, bedeutet das für mich mehr Verantwortung. Ich trage Mitverantwortung dafür, dass die Lernenden Zugang zu den Lernmedien haben. Gegebenenfalls muss ich intensive Unterstützung leisten.</p> <p>Zugleich kann es dann ein Vorteil sein, wenn alle digitalen Aktivitäten unter einem Dach stattfinden. Und der der Datenschutz hätte größeres Gewicht. Datenschutzrechtlich unproblematisch sollte für mich jedes Tool sein, von dem ich sagen kann: Verwende es oder nicht, du entscheidest, ob du der Datenschutzerklärung des Anbieters zustimmen willst. Andernfalls muss ich darauf vertrauen, dass die Teilnehemenden bereit sein werden, ihre Daten Google oder Zoom anzuvertrauen (die meisten werden dazu bereit sein), oder aber ich darf Daten nur dort speichern und verarbeiten lassen, wo der rechtliche Rahmen mit der VHS geklärt ist.</p> <h2>Sind meine Teilnehmenden bereit, technischen Aufwand zu betreiben?</h2> <p>Auf einer Lernplattform zu arbeiten bedingt, sich technisch dafür einzurichten. Ein Benutzerkonto muss angelegt, eine App installiert, Kommunikationskanäle umgeleitet werden. Und wenn nun in meinem Kurs Menschen sitzen, die den Kontakt mit Technik gern auf das Nötigste beschränken: Will und soll ich das dann von ihnen verlangen?</p> <h2>Sind meine Teilnehmenden bereit, sich mit technischen Fragen auseinanderzusetzen?</h2> <p>Und Technik will nicht nur eingerichtet, sondern auch verstanden werden. Auch in diesem Punkt lohnt es sich, den Teilnehmenden tief in die Augen zu schauen und sich zu fragen: Wie viel Freude haben sie an technischen Herausforderungen? Wie viel Unmut ruft es hervor, wenn sie technische Zusammenhänge nicht auf Anhieb durchschauen?</p> <h2>Werden die Teilnehmenden die digitalen Angebote nutzen?</h2> <p>Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht: Wenn ich etwas anbiete, wird es noch lange nicht genutzt. Und das gilt ganz besonders für Angebote zum digitalen Lernen. Da genügt es nicht, gebetsmühlenartig die Vorzüge und den Mehrwert digitaler Bildung zu beschwören. Nein, der Erfolg digitaler Bildung beruht nicht auf dieser Art von Überzeugungsarbeit. Nutzer*innen brauchen echte Gründe, digital zu arbeiten, nicht meinen erhobenen Zeigefinger, dass es schon zu ihrem Besten sei. Das ist aus meiner Sicht entscheidend beim digitalen Unterrichten und beugt Frustration vor: sich zu überlegen, was die Teilnehmenden zur Nutzung meiner Angebote <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-05-04_gruende">bewegen</a> wird.</p> <h2>In welchem Verhältnis steht mein eigener Aufwand zum Nutzen?</h2> <p>Eine Etherpad-Seite ist in zwei Minuten angelegt, eine Mentimeter-Umfrage in fünf. Einen Kursraum in einem Lern-Management-System einzurichten, kostet erheblich mehr Zeit. Unter welchen Umständen lohnt sich der höhere Aufwand? Das muss jede/r Kursleiter/-in für sich abwägen. Kritierien können sein:</p> <ul> <li>In welchem Umfang werden die Teilnehmenden meine digitalen Angebote nutzen?</li> <li>Wird mein Kurs wiederholt stattfinden, so dass sich mein Aufwand nach und nach amortisiert?</li> <li>Sprechen weitere Gründe dafür, den Kurs in eine Lernplattform einzubetten?</li> </ul> <h2>Was sagt meine Bildungseinrichtung dazu?</h2> <p>Die Haltung von Bildungseinrichtungen zu Lernplattformen, besonders von Volkshochschulen zur VHS-Cloud ist unterschiedlich. Die einen gewähren ihren Lehrenden volle Freiheit, was die Wahl der technischen Tools betrifft, andere bestehen darauf, dass alle digitalen Angebote auf der eigenen Plattform platziert werden. </p> http://j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2 Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2 http://j-stolla.de/blog/2020-05-20_cloud_2 blog/2020-05-26_bildschirmvideos Schnell mal ein Video aufnehmen Jochen Stolla <h1>Schnell mal ein Video aufnehmen</h1> <p>26.05.2020</p> <p>Videos sind ein vielfältig nutzbares Inputformat: Lernende können sie jederzeit und überall dort konsumieren, wo sie ihr Smartphone dabei haben, und vorproduzierte Videos können dazu beitragen, die Zeit in Videokonferenzen zu begrenzen oder intensiver für den Austausch zu nutzen. Indes: Sie müssen produziert werden, und das kostet Zeit.</p> <p>Mit passenden Tools bleibt der Zeitaufwand aber sehr überschaubar. Gerade eine Bildschirmaufzeichnung – ein „Screencast“ – kann ziemlich schnell aufgenommen und bereitgestellt sein.</p> <p>Das geht zum Beispiel mit zwei Online-Tools, die im Browser gestartet werden.</p> <p>Das eine ist <a href="https://shareit.video">shareit.video</a>. Ohne zusätzliche Softwareinstallation kann ich da den Bildschirminhalt und meinen gesprochenen Kommentar dazu aufzeichnen. Gleich nach der Aufzeichnung bietet mir die Seite an, einen Link zu erzeugen, unter dem alle, die ihn haben, das Video ansehen können. Schneller und einfacher geht es nicht, so weit ich bislang sehe. Die Aufzeichnungslänge ist auf drei Minuten begrenzt, und wenn das Video fünfzig Mal abgerufen wurde, wird es gelöscht. Für viele Anwendungen in Kursen sollte das reichen.</p> <p>Wenn ich will, dass ich auch selbst im Video zu sehen bin, bietet sich <a href="https://recordscreen.io/">recordscreen.io</a> an. Funktioniert ähnlich wie shareit.video, nur dass das Bild von meiner Webcam ins Video eingebettet wird und dass ich nicht direkt einen Link zur Weitergabe erzeugen kann. Ich muss also das Video erst herunterladen. Dann kann ich es verschicken (zum Beispiel über Whatsapp – eine Minute ist allerdings rund 20 MB groß) oder ich lade es eben selbst irgendwo hoch (ich nehme dazu gern mein Google-Drive) und erzeuge einen Freigabelink.</p> <p>Beide Tipps verdanke ich wieder einmal <a href="https://www.oercamp.de/webinare/weboep/screen/">Nele Hirsch</a>.</p> <p>Weitere Online-Tools für Bildschirmaufnahmen sind etwa <a href="https://screencast-o-matic.com/">Screencast-o-matic</a> und <a href="https://learn.screencastify.com">Screencastify</a>.</p> <p>Mit diesen Tools sind Bildschirmvideos so einfach aufgenommen, dass ich sie in meinen Lehrkontexten auch in umgekehrter Richtung einsetzen kann. Zum Beispiel, indem ich Lernende bitte, Arbeitsergebnisse per Video aufzubereiten, zu sichern oder zu teilen.</p> <p>Solche Arbeitsergebnisse müssen nicht Bildschirminhalte sein. In einem Sprach- oder Rhetorikkurs möchte ich vielleicht einfach Sprechaufgaben stellen: Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer nimmt sich selbst auf, stellt mir und vielleicht der Lerngruppe das Video zur Verfügung und bekommt Rückmeldung darauf. Um sich selbst aufzunehmen und das Video zu teilen, bietet sich natürlich das Smartphone an. Wenn ich das aber am Laptop machen will, brauche ich dann ein Programm, das nicht den Bildschirm, sondern die Webcam aufzeichnet. Volià: <a href="https://webcamera.io/de/">Webcamera.io</a> tut es, und <a href="https://www.vidyard.com/">Vidyard</a> auch. Die Unterschiede: Wenn ich ein auf webcamera.io aufgezeichnetes Video teilen will, muss ich es erst auf meinem Computer speichern und dann auf eine Plattform meines Vertrauens hochladen. Auf Vidyard lässt sich gleich nach der Aufnahme mit einem Klick ein Freigabelink erzeugen. Allerdings verlangt Vidyard eine Registrierung.</p> <p>Tatsächlich arbeite ich meist mit lokal installierter Software, weil ich hier weniger zeitlichen und gestalterischen Einschränkungen unterliege und mehr Einflussmöglichkeiten habe. Hinweise dazu <a href="2020-11-11_bildschirmvideos_2.md">hier</a>.</p> <p><small>zuletzt aktualisiert: 11.11.2020</small></p> http://j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos http://j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos blog/2020-06-08_ton_schlecht Schlechter Ton in der Videokonferenz? Jochen Stolla <h1>Schlechter Ton in der Videokonferenz?</h1> <p>Daran kann es liegen</p> <p>08.06.2020</p> <p>Schlechter Ton ist besser als kein Ton (darüber habe ich <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-04-28_toncheck">hier</a> geschrieben). Aber das ist auch schon alles. Schlechter Ton nervt. Er macht die Videokonferenz anstrengend für alle Beteiligten. Über ein verpixeltes, stockendes Bild können wir leichter hinwegsehen als über verrauschten, unterbrochenen, halligen oder verzerrten Ton. Hier sind ein paar Tipps dagegen.</p> <h2>Mögliche Ursachen für schlechten Ton: die Kurzfassung</h2> <ul> <li>Lautsprecher und Mikrofon sind angeschaltet</li> <li>Videokamera ist aktiv</li> <li>Zu viele Mikrofone in der Konferenz sind aktiv</li> <li>Das interne Laptopmikrofon ist im Einsatz</li> <li>Mikrofon nicht richtig ausgepegelt</li> <li>Laute Umgebung</li> <li>Einstreuung durch Handys</li> <li>Server stark belastet</li> </ul> <h2>Die ausführliche Fassung</h2> <h3>Lautsprecher und Mikrofon sind angeschaltet</h3> <p>Wird der Ton von Lautsprechern in den Raum abgestrahlt und von einem Mikrofon wieder aufgenommen, dann entsteht ein Echo. Verwendet man zum Hören Kopfhörer, entsteht dieser Effekt nicht. Deshalb: Kopfhörer verwenden, die Lautsprecher ausschalten und das Mikrofon nur einschalten, wenn man spricht. (Neulich bin ich selbst in die Falle getappt. Ich hörte über Kopfhörer und habe dabei übersehen, dass die Lautsprecher trotzdem an waren.)</p> <h3>Videokamera ist aktiv</h3> <p>Video erzeugt deutlich größere Datenmengen als Audio. Das Deaktivieren der Kamera spart deshalb einen großen Teil der Bandbreite ein. Das Audio kann besser werden, wenn man seine Kamera deaktiviert.</p> <h3>Zu viele Mikrofone in der Konferenz sind aktiv</h3> <p>Wer nicht spricht, sollte sein Mikrofon stummschalten. Besonders wichtig ist dies für diejenigen, die keinen Kopfhörer zur Verfügung haben und über (Laptop-)Lautsprecher hören. Aber auch alle anderen tun gut daran. Über ein offenes Mikrofon gelangen immer mehr oder weniger auffällige Störgeräusche in die Konferenz: Atmen, Lüfterrauschen, Straßenlärm oder andere Klangquellen.</p> <h3>Wenn möglich, nicht das interne Laptopmikrofon verwenden</h3> <p>Die meisten Notebooks haben ein integriertes Mikrofon. Das kann -- meiner Erfahrung nach -- ganz gut funktionieren. Aber besser ist in der Regel ein Headset mit Mikrofonbügel oder ein externes Tischmikrofon. Bei einem Tischmikrofon sollte der Abstand zur Sprecherin oder zum Sprecher nicht zu groß und möglichst konstant sein.</p> <h3>Mikrofon richtig ausgepegelt?</h3> <p>Das beste Mikrofon nützt nichts, wenn es nicht richtig ausgepegelt ist. Ist der Pegel zu gering, hören die anderen nichts oder nur wenig, ist er zu höch, verzerrt der Klang. Einstellen lässt sich der Pegel oft über spezielle Tasten auf der Tastatur, immer über das Betriebssystem. Meist sind die Einstellungen über ein Symbol rechts unten in der Taskleiste erreichbar.</p> <h3>Umgebung ruhig?</h3> <p>Straßenlärm von draußen sollte man vor jeder Videokonferenz unterbinden, indem man das Wohngebiet mit rot-weißen Bändern großräumig für den Autoverkehr sperrt. Den Trompete übenden Mitbewohner im Nachbarzimmer bittet man höflich, temporär auf das Clavichord zu wechseln, und die Kinder dürften leicht zu motivieren sein, still ein Buch zu lesen anstatt zu toben.</p> <h3>Einstreuung durch Handys?</h3> <p>Funksignale, die von Smartphones ausgesendet werden, können als sirrende Störgeräusche hörbar werden. Wenn es nicht hilft, das Smartphone ein Stück weiter von den Audiogeräten zu entfernen: ausschalten oder auf Flugmodus stellen.</p> <h3>Server stark belastet?</h3> <p>Wenn der Server, über den die Konferenz läuft, überlastet ist, helfen Maßnahmen an den einzelnen Endgeräten wenig. Allenfalls kann man versuchen, den Server zu entlasten, etwa durch geringere Videoauflösung oder Deaktivieren der Kamera. Wer die Wahl hat, legt Konferenzen auf Uhrzeiten, an denen nicht alle anderen auch konferieren. Besonders viele Videokonferenzen, heißt es, finden um 11 und um 14 Uhr statt.</p> <p><small>zuletzt aktualisiert: 09.06.2020</small></p> http://j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht http://j-stolla.de/blog/2020-06-08_ton_schlecht blog/2020-07-11_tools_finden Die richtigen Tools finden Jochen Stolla <h1>Die richtigen Tools finden</h1> <p>11.07.2020</p> <p>An <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud">anderer Stelle</a> habe ich diskutiert, ob und wo kleine Tools mit begrenztem Funktionsumfang sinnvoller sind als Lernmanagement-Systeme. LMS haben ihre Vorzüge, aber für mich gibt es auch immer wieder gute Gründe, mit kleinen Tools zu arbeiten. Das Internet ist voll von ihnen. Da aber dieses Internet bisweilen zur Unübersichtlichkeit neigt, ist es keine ganz triviale Aufgabe, die richtigen Werkzeuge zu finden.</p> <p>Mit der Zeit wird jede/r Lehrende seine Lieblingswerkzeuge finden und immer wieder einsetzen. Bei mir sind das etwa <a href="https://drive.google.com/drive">Google Drive</a>, <a href="https://de.padlet.com">Padlet</a>, <a href="https://www.mentimeter.com/">Mentimeter</a>, Etherpad (zum Beispiel <a href="https://yourpart.eu/">dieses</a>), Youtube (<a href="https://www.youtube.com/channel/UCL4-EZeKnoZVvfWy7gekf3g/videos">dies</a> ist meins), und in letzter Zeit <a href="https://hackmd.io">Hackmd.io</a>.</p> <p>Aber immer wieder geht es mir trotzdem so: Ich möchte eine ganz bestimmte didaktische Methode digital unterstützen – und tauche für Stunden in Google-Suchen ab. Was hilft dabei?</p> <p>Klar: erst einmal Google. Das Problem dabei ist, die richtigen Suchbegriffe zu finden. Was bringt mich weiter? „quiz“, „quiz erstellen“, „quiz unterricht kostenlos“, „umfrage teilen“, „quiz selbsttest schule“? Oder das Ganze besser auf Englisch? Schwer, hier eine allgemein gültige Strategie zu empfehlen.</p> <p>Ich rate, die Augen immer offen zu halten, auch wenn man nicht gerade dringend etwas ganz Spezielles braucht. Der Austausch mit Kolleg/-innen ist wertvoll. Sei es auf dem Flur oder auf einem <a href="https://ebcamp.bifeb.at">Barcamp</a>. Und manche teilen ihre Erfahrungen in Blogs oder auf Youtube. Zum Beispiel:</p> <ul> <li>Richard Byrne mit seinem Blog <a href="https://www.freetech4teachers.com/">Free Technology for Teachers</a>. Er schreibt auf englisch, richtet sich primär an Lehrer/-innen allgemeinbildender Schulen und kommt häufig und regelmäßig mit Tipps und Erklärvideos.</li> <li>Nele Hirsch auf <a href="https://ebildungslabor.de/blog/">e-Bildungslabor</a>. Ihre Ausgangspunkte sind immer didaktische Fragestellungen. Sie ist auch auf anderen Kanälen unterwegs (zum Beispiel <a href="https://twitter.com/eBildungslabor">hier</a> und hat mit OERCamp eine <a href="https://www.oercamp.de/webinare/weboep/">Webinarreihe</a> produziert.</li> <li>Der Didaktiker Philippe Wampfler betreibt nicht nur einen <a href="https://schulesocialmedia.com/">Blog</a>, sondern auch einen <a href="https://www.youtube.com/channel/UC8_Ny8ZOBB1wsyTP0aiKxfA">Youtube-Kanal</a> mit zahlreichen Anregungen.</li> </ul> <p>Oft gibt es für eine didaktische Idee verschiedene Optionen. Bei der Auswahl sind für mich unter anderem diese Kriterien wichtig:</p> <ul> <li>Ist eine Registrierung erforderlich? Oder können Lernende (oder auch Lehrende) das Tool sofort nutzen, ohne einen Namen und eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen?</li> <li>Läuft das Werkzeug im Browser oder muss Software installiert werden – auf dem PC oder eine App auf dem Mobilgerät?</li> <li>Ist das Tool mobil bedienbar oder nur am PC?</li> <li>Wie sparsam und vertrauenswürdig geht der Anbieter mit Nutzerdaten um? Hier hilft ein Blick in die Datenschutzerklärung.</li> <li>Ist das Tool für die Lernenden und für mich einfach zu bedienen? Erklärt es sich selbst oder muss ich mich erst mit Mühe einarbeiten (im allerschlimmsten Fall: einen Hilfetext lesen)?</li> </ul> <p>Und schließlich: Die Suche nach didaktischen Onlinetools hört nicht auf. Sie werden geboren und sterben irgendwann wieder. Wenn ein Lieblingswerkzeug das Zeitliche gesegnet hat, kann ein Blick auf die Seite <a href="https://alternativeto.net/">alternativeto</a> helfen.</p> <p>Weitere Tipps zum Suchen und Finden von Tools? Gerne in die Kommentare!</p> http://j-stolla.de/blog/2020-07-11_tools_finden Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-07-11_tools_finden http://j-stolla.de/blog/2020-07-11_tools_finden blog/2020-07-18_ffmpeg Screencasts aufnehmen mit ffmpeg Jochen Stolla <h1>Screencasts aufnehmen mit ffmpeg</h1> <p>18.07.2020</p> <p>Vielleicht ist dies kein Verfahren, das jede und jeder gleich ins eigene Repertoire übernehmen will. Für mich funktioniert es jedoch perfekt als ein schneller und einfacher Weg, Screencasts aufzunehmen. Screencasts mache ich häufig; meistens, um per Video Feedback auf Texte zu geben: Ich gehe auf dem Bildschirm ein Textdokument durch, spreche einen Kommentar dazu und stelle der Autorin oder dem Autor des Textes das Video zur Verfügung.</p> <p>Die Software, die ich für solche einfachen Bildschirmvideos verwende, ist <a href="https://ffmpeg.org/">ffmpeg</a>. Mein Verfahren besteht in drei Schritten:</p> <ol> <li>Ich zeichne das Bildschirmvideo mit Kommentar auf.</li> <li>Ich schneide Anfang und Ende. Gleichzeitig komprimiert ffmpeg für mich die Datei und bringt die Audiospur auf normale Lautstärke.</li> <li>Das fertige Video lade ich auf einen Cloudspeicher (in meinem Fall ist das meistens Google Drive) und verschicke den Freigabelink.</li> </ol> <p>ffmpeg hat keine grafische Oberfläche, ich bediene die Software über ein Terminalfenster.</p> <p><img src="http://j-stolla.de/assets/screenshot_konsole.png" alt="Terminalfenster" /></p> <p>Um den Bildschirm als Video mit dem Mikrofonsignal als Tonspur aufzuzeichnen, muss der ffmpeg-Befehl etwas genauer definiert werden. Bei mir sieht er so aus:</p> <pre style="white-space: pre-wrap;"> ffmpeg -video_size 1366x768 -framerate 20 -thread_queue_size 512 -f x11grab -i :0.0 -thread_queue_size 512 -f pulse -ac 1 -ar 44100 -i default -vcodec libx264rgb -crf 0 -preset:v ultrafast -acodec pcm_s16le -af aresample=async=1:first_pts=0 ~/Videos/bildschirmvideo.mkv </pre> <p>Ich gebe zu, das wirkt vielleicht etwas furchterregend. Es hat mich durchaus Zeit und Nerven gekostet und einige Recherchen, bis ich diesen Befehl so formuliert hatte, dass er bei mir funktioniert. Möglicherweise hilft es auch nicht, diesen Befehl einfach zu kopieren und auf einem anderen Computer zu starten. Zumindest Anpassungen werden erforderlich sein. Wer sich damit auseinandersetzen will, findet hier einen guten <a href="https://trac.ffmpeg.org/wiki/Capture/Desktop">Ausgangspunkt</a>.</p> <p>Wenn ich die Aufnahme abgeschlossen habe, schaue ich mir das Video an — in meinem Fall die Datei <code>bildschirmvideo.mkv</code> — und merke mir, wie viele Sekunden ich am Anfang abschneiden will und wo das fertige Video enden soll. Dann kommt der zweite ffmpeg-Befehl zum Einsatz. Er kann zum Beispiel so aussehen:</p> <pre style="white-space: pre-wrap;"> ffmpeg -i bildschirmvideo.mkv -ss 00:00:14 -t 00:10:00 -async 1 -c copy bildschirmvideo_getrimmt.mkv </pre> <p>Hier werden die ersten 14 Sekunden abgeschnitten und das fertige Video soll genau 10 Minuten dauern.</p> <p>Und schließlich wird die Videodatei komprimiert, die Lautstärke angepasst und das Video in das mp4-Format umgewandelt:</p> <pre style="white-space: pre-wrap;"> ffmpeg -i video_getrimmt.mkv -filter:a loudnorm -c:v libx264 -crf 40 -max_muxing_queue_size 1024 video_komprimiert.mp4 </pre> <p>Damit ich diese Befehle nicht jedesmal eintippen muss, habe ich sie in einem Shell-Skript zusammengefasst (in Windows wäre das eine Batch-Datei). Wenn ich es ausführe, muss ich nur die Funktion wählen und die Zeitangaben für den Schnitt machen. (Die Befehle für das Schneiden und das Komprimieren sind hier im Menüpunkt 3 zu einem Schritt kombiniert.)</p> <p><img src="http://j-stolla.de/assets/screenshot_ffmpeg-skript_trimmen.png" alt="ffmpeg-Dialog" /></p> <p>Das ganze Verfahren läuft bei mir, nachdem ich einmal die passenden Befehle gefunden hatte, sehr zeitsparend. Natürlich geht es auch anders. Ein paar andere Möglichkeiten, um Screencasts aufzunehmen, habe ich <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos">hier</a> erwähnt. Menschen, die mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kommandozeile">Kommandozeile</a> noch nicht so eng befreundet sind, kommen damit wohl erst einmal schneller ans Ziel. Gebe ich zu.</p> http://j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg http://j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg blog/2020-08-01_matrix Whatsapp-Alternative: Element Jochen Stolla <h1>Whatsapp-Alternative: Element</h1> <p>01.08.2020 (aktualisiert 20.08.2020)</p> <p>Es kann gute Gründe geben, Whatsapp in Kursen zur Kommunikation und als Plattform für allerlei didaktische Methoden zu nutzen. Es gibt auch gute Gründe dagegen. Das ist zwar mindestens einen eigenen Artikel wert, aber ich möchte diese Diskussion an dieser Stelle nicht führen. Stattdessen will ich eine Alternative vorstellen. Den Messenger <em>Element</em>, der auf dem Kommunikationsprotokoll <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_(Kommunikationsprotokoll)">Matrix</a> beruht.</p> <p>Die entsprechende Messenger-App gibt es <a href="https://app.element.io">hier</a> für den Browser, <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=im.vector.app&amp;hl=de">hier</a> für Android- und <a href="https://apps.apple.com/de/app/riot-im/id1083446067">hier</a> für IOS-Telefone. Wie man sich für Matrix und Element registriert und die ersten Schritte in Chat geht, erkläre ich in <a href="https://youtu.be/FfmL8BFXNe4">diesem Video</a>. Etwas detailliertere Anleitungen gibt es <a href="https://kmj.at/riot-im-messenger-kurzanleitung-fuer-benutze-updated/">hier</a> oder <a href="https://www.rz.uni-osnabrueck.de/homeoffice/riot.html#Anchor3a2">hier</a>.</p> <p>Interessant ist Element für alle, die mit ihrer Lerngruppe online und unkompliziert in Kontakt bleiben wollen und aus Gründen den Platzhirsch unter den Messengern nicht verwenden wollen. Messenger können nicht nur organisatorische Kommunikation gewährleisten, sondern auch didaktische Funktionen übernehmen. In Kunstkursen können die Teilnehmenden Bilder austauschen, in Sprachkursen können sie Aufgaben einreichen und Rückmeldung darauf empfangen.</p> <p>Element ist natürlich nicht die einzige Alternative zu Whatsapp. Eine Übersicht dazu haben etwa die <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/datenschutz/whatsappalternativen-messenger-im-ueberblick-13055">Verbraucherzentrale</a> oder die Autor/-innen von <a href="https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/alternativen-zu-whatsapp-und-threema-instant-messenger">Digitalcourage</a> zusammengestellt. (Und, ja, in der VHS-Welt nicht zu vergessen: Selbstverständlich kann auch die <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-05-14_cloud">VHS-Cloud</a> Messenger.) Mehr über die Verwendung von Whatsapp in Kursen habe ich <a href="http://j-stolla.de/blog/2021-02-02_chat">hier</a> geschrieben.</p> <p>Für die meisten, die über Whatsapp-Alternativen nachdenken, werden Datenschutzüberlegungen der Anlass sein. Und was die eigenen Daten angeht, kann man sie dem Matrix-Server wohl einigermaßen beruhigt überlassen. In dem oben erwähnten Beitrag von <a href="https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/alternativen-zu-whatsapp-und-threema-instant-messenger">Digitalcourage</a> gehört Matrix/Element aus Gründen der Datensouveränität zu den empfohlenen Plattformen. Wer ganz eigenständig arbeiten will, kann sich sogar einen eigenen Matrix-Server <a href="https://matrix.org/blog/2020/04/06/running-your-own-secure-communication-service-with-matrix-and-jitsi">installieren</a>.</p> <p>Element bietet über das Chatten hinaus einige Funktionen an, die die App auch für weitergehende Kollaboration interessant machen, etwa als Alternative zu Slack oder Microsoft Teams. In Chaträume lassen sich Dokumente hochladen oder andere Apps einbinden wie Jitsi-Videokonferenzen, Etherpad-Dokumente oder ein Google-Kalender. Wie sich diese Funktionen für Unterricht einsetzen lassen, demonstriert Alexander Lasch in <a href="https://youtu.be/AtkA-sE-9uU">diesem Video</a>.</p> <p>Auf der anderen Seite ist zu bedenken: Wie in jedes neue System werden sich Nutzer/-innen erst einmal einarbeiten müssen. Das ist bei Element nicht schwierig, aber manches ist gegenüber Whatsapp ungewohnt. Und in mancher Hinsicht ist die Kommunikation etwas umständlicher. Ich habe besonders die Integration von Sprachnachrichten vermisst. Wer eine gesprochene Botschaft verschicken will, muss sie erst in einer anderen App aufnehmen und in Element dann die Audiodatei versenden.</p> <p>In jedem Fall lohnt es sich, Element und Matrix eine Chance zu geben. Am besten zu zweit oder zu mehreren.</p> <!-- Ich habe Matrix und Element durch meinem Kollegen Frank Wornath kennen gelernt – --> <!-- der nicht nur viel zum Thema Datensouveränität zu sagen hat, sondern sich auch --> <!-- mit Streaming auskennt. Seinen --> <!-- [Kurs](https://www.vhs-badhomburg.de/programm/beruf.html?action%5B89%5D=course&courseId=474-C-N501210&rowIndex=0) --> <!-- zu diesem Thema möchte ich bei dieser Gelegenheit wärmstens empfehlen. --> http://j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix http://j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix blog/2020-08-08_datenschutz_fragen Datenschutz: Fragen über Fragen Jochen Stolla <h1>Datenschutz in der Erwachsenenbildung: Fragen über Fragen</h1> <!-- Untertitel --> <p>08.08.2020 </p> <!-- (zuletzt aktualisiert: ####) --> <p>Datenschutz ist überall. Und gerade in der Weiterbildung ist das Thema allgegenwärtig. In fast jedem Lernsetting werden irgendwelche Daten gespeichert oder verarbeitet. Wie lässt sich dabei beurteilen, was rechtlich und moralisch geboten ist?</p> <p>Vielleicht gibt es Expert/-innen, die das können. Ich finde es extrem schwierig, hier klare Anhaltspunkte für die Bildungspraxis zu finden. Ein Abgrund von Fragen tut sich auf. Hier ist eine unsortierte Liste – es würde mich nicht wundern, wenn sie im Lauf der Zeit noch deutlich länger wird.</p> <ol> <li>In wiefern bin ich als Lehrende/r dem Datenschutzrecht unterworfen?</li> <li>Mit welchen Vorgehensweisen verstoße ich gegen Gesetze?</li> <li>In welcher Weise ist die Bildungseinrichtung mitverantwortlich, wenn freiberufliche Lehrende im Unterricht mit Daten von Lernenden arbeiten?</li> <li>Was muss in der Datenschutzerklärung der Bildungseinrichtung stehen, wenn freiberuflich Lehrende digitale Methoden einsetzen?</li> <li>Haben Einrichtungen der Erwachsenenbildung hinsichtlich des Datenschutzes einen Bildungs- oder auch einen Erziehungsauftrag?</li> <li>Sobald ich im Internet unterwegs bin, speichern entfernte Server meine IP-Adresse und Informationen über mein Computersystem. Da es sich bei der IP-Adresse um ein <a href="https://www.dr-datenschutz.de/europa-vs-usa-sind-ip-adressen-personenbezogene-daten/">personenbezogenes Datum</a> handelt: Ist schon deshalb die Nutzung des Internets in meinen Kursen datenschutzrelevant?</li> <li>Sollte ich deshalb meine Teilnehmenden dazu anhalten, grundsätzlich den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)#Tor_Browser">Tor-Browser</a> zu benutzen?</li> <li>Sind Internetdienste, zu deren Nutzung man sich nicht registrieren muss, automatisch datenschutzkonform?</li> <li>Müssen meine Teilnehmenden in eine Datenschutzerklärung einwilligen, bevor ich in meinem Unterricht digitale Methoden nutze?</li> <li>Sollte ich meine Teilnehmenden formell darüber informieren, wie ich mit ihren Daten umgehe? Zum Beispiel mit einer solchen <a href="http://j-stolla.de/assets/ds-erklaerung_lehre.pdf">Erklärung</a>?</li> <li>Was bedeutet „datenschutzkonform“?</li> <li>Was bedeutet „DSGVO-konform“?</li> <li>Bin ich aus dem Schneider, wenn ich meinen Teilnehmenden die Nutzung von digitalen Tools freistelle?</li> <li>Darf ich Teilnahmelisten speichern?</li> <li>Macht es einen Unterschied, ob ich die Teilnahmeliste auf dem Computer speichere oder ob ich sie ausdrucke und ablege?</li> <li>Darf ich Arbeitsergebnisse meiner Teilnehmenden speichern?</li> <li>Welche Pflichten hinsichtlich des Datenschutzes habe ich als Lehrende/r?</li> <li>Was bedeutet es, mit Daten von Teilnehmenden sparsam und transparent umzugehen?</li> <li>Verstoße ich in der Praxis sofort gegen Gesetze, wenn ich digitale Tools außerhalb geschlossener Lernumgebungen einsetze?</li> <li>Welche Kommunikationskanäle kann ich nutzen, welche sollte ich nicht nutzen?</li> <li>Darf ich eine beliebige Kommunikationsplattform (zum Beispiel E-Mail oder Whatsapp) nutzen, wenn alle Teilnehmenden einverstanden sind?</li> <li>Bin ich aus dem Schneider, wenn nicht ich als Lehrender, sondern eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer die Administration einer Kurs-Whatsapp-Gruppe übernimmt?</li> </ol> http://j-stolla.de/blog/2020-08-08_datenschutz_fragen Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-08-08_datenschutz_fragen http://j-stolla.de/blog/2020-08-08_datenschutz_fragen blog/2020-08-26_werktextblog Ein Blog als Lehrprojekt – ein Erfahrungsbericht Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>Ein Blog als Lehrprojekt</h1> <p>Ein Erfahrungsbericht</p> <p>26.08.2020 </p> <p>Mit Lernenden gemeinsam einen Blog auf die Beine zu stellen – das ist keine ganz neue Idee in der E-Learning-Szene. Zudem eine bestechende Idee mit mehrfachen Vorzügen: Der Lernprozess steht im Kontext einer Projektarbeit und das Schreiben der Blogbeiträge kann verschiedene didaktische Funktionen erfüllen. Es trainiert zum Beispiel die schriftliche Ausdrucksfähigkeit, das adressatenzentrierte Schreiben, kann zur Sicherung und Dokumentation von Lernergebnissen beitragen und transportiert nebenbei Wissen über Technik, Kommunikation und Kultur des Internets.</p> <p>Ich hatte so etwas trotzdem bisher nicht in Angriff genommen. Vielleicht, weil es doch – organisatorisch und technisch – aufwendig ist, das Schreiben eines Blogs als eine Methode von mehreren in ein Seminar zu integrieren. Und weil das, was einen echten Blog interessant macht, im Rahmen eines Seminars kaum zu erreichen ist: regelmäßig über einen langen Zeitraum Content zu liefern, den Leserinnen und Lesern authentisch etwas zu sagen zu haben und das ganze sprachlich ansprechend zu vermitteln.</p> <p>Nun hat mich Corona dazu veranlasst, es doch zu tun. Seit Ende Juni 2020 ist der <a href="https://www.werktextblog.de">Werktextblog</a> online. Und versetzt mich tatsächlich in eine Art Enthusiasmus. Der Werktextblog setzt ein Schreibprojekt fort, das ich schon seit mehreren Jahren am Institut für Musikwissenschaft der Goethe-Universität leite. Die Grundgedanken dieses bereits traditionellen Studienangebots sind <a href="http://j-stolla.de/konzertdramaturgie">hier</a> nachzulesen.</p> <p>Im Sommersemester 2020 konnte das Projekt nicht in der bewährten Form weitergeführt werden. Die Studierenden haben bisher Texte für Konzert-Programmhefte verfasst. Ab März 2020 gab es aber vorerst keine Konzerte mehr. Das Projekt konnte dennoch weiterlaufen, die Fördergelder standen zur Verfügung, ein Dutzend Studierende hatten sich für das Sommersemester angemeldet. Die Studierenden und ich haben uns daraufhin darauf verständigt, in diesem Semester nicht für Print, sondern für das Netz zu schreiben.</p> <p>Unsere <a href="https://www.cronstetten.de/node/4">Förderinstitution</a> war aufgeschlossen, die Gelder umzuwidmen, und ich richtete eine Website ein. (Ähnlichkeiten zu meiner privaten Website will ich nicht bestreiten: Ich wählte das mir bereits etwas vertraute <a href="http://picocms.org/">Pico-CMS</a> und ein ähnliches Design – ich mag es schlicht.) Wir verständigten uns auf eine gemeinsame Grundlage darüber, wie Texte für einen Blog geschrieben sein sollen. (Meine Gedanken dazu habe ich in einem <a href="https://youtu.be/3Q9K6_Mzc9E">Video</a> für die Teilnehmenden später noch einmal zusammengefasst.)</p> <p>Für mich sind mehrere Aspekte des Projekts spannend. Die Beschäftigung mit den besonderen Bedingungen des Schreiben für das Internet, die Frage, wie man Leser/-innen findet, die Freiheit und zugleich der hohe Anspruch an die Texte, und die technische Realisierung eines Blogs.</p> <p>Am inspirierendsten ist aber die unglaubliche Motivation, mit der die Autorinnen und Autoren mitarbeiten und sich mit dem Projekt identifizieren. Bis ein Text online publiziert ist, haben die Autor/-innen gründlich recherchiert und ihre Texte intensiv (über Online-Kanäle) diskutiert, sowohl mit Kommiliton/-innen als auch mit mir, und immer wieder überarbeitet. Mir ist bewusst, dass ich dazu von den Studierenden beträchtliche Beharrlichkeit, intrinsische Motivation und wahrscheinlich auch Frustrationstoleranz verlange. Trotz allem erlebe ich hohes Engagement bei den Studierenden. Es entsteht ein interessanter Text nach dem anderen, und ich erlebe eine höchst angenehme, konstruktive Arbeitsatmosphäre.</p> <p>Wie lässt sich diese Erfahrung übertragen? Welche Schlüsse kann jemand daraus ziehen, der selbst über ein Blogprojekt mit Lernenden nachdenkt? Welche Faktoren tragen dazu bei, dass ein solches Projekt erfolgreich wird?</p> <p>Für mein eigenes Projekt kann ich sagen: Zuallererst sind es die Autorinnen und Autoren, die das Projekt tragen.</p> <p>Zum anderen scheint günstig, dass der Blog nicht Mittel zum Zweck ist. Mit dem Schreiben des Blogs sollen nicht in erster Linie andere Ziele erreicht werden, etwa das Sichern von Lerninhalten oder der Nachweis einer Leistung. Das Ziel im Projekt „Werktextblog“ ist es, zu lernen, einen Blog zu schreiben.</p> <p>Und was geschrieben wird, kommt authentisch von den Autor/-innen. Sie haben etwas zu sagen, und sie teilen ihren Leser/-innen Dinge mit, die ihnen selbst wichtig sind. Zu Beginn des Projekts haben wir uns darauf verständigt, dass jede Autorin und jeder Autor über ein Lieblingsstück schreibt, eine Musik, die ihr oder ihm am Herzen liegt. Dies hat sich aus meiner heutigen Sicht als eine gute Richtungsentscheidung erwiesen. Wahrscheinlich trägt sie zur Motivation aller Beteiligten bei, gewiss zur Qualität der Texte.</p> <p>Ich wünsche mir, dass der Werktextblog auf lange Sicht mehr und mehr Leser/-innen findet. Er ist es wert, gelesen zu werden!</p> http://j-stolla.de/blog/2020-08-26_werktextblog Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-08-26_werktextblog http://j-stolla.de/blog/2020-08-26_werktextblog blog/2020-09-25_smartphonekamera Präsentieren mit dem Smartphone Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>Präsentieren mit dem Smartphone</h1> <p>25.09.2020 </p> <p>Um handschriftliche Arbeitsergebnisse, gedruckte Papiere oder Bücher der ganzen Lerngruppe zu zeigen – dafür standen in der Vorzeit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Episkop">Episkope</a> in den Klassenzimmern, heute häufig <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Visualizer">Dokumentenkameras</a>. Wo eine solche Kamera fehlt, kann das Smartphone helfen: Ich fotografiere das Schriftstück mit dem Handy und zeige das Foto am Beamer.</p> <p>Wie lässt sich das technisch realisieren? Es ist zwar möglich, das Smartphone direkt mit dem Beamer zu verbinden (wie das gehen kann, wird etwa <a href="https://lehrerfortbildung-bw.de/st_digital/tablet/fortbildungen/tablet/android/praesentation/01_drahtlos/">hier</a> erklärt). Dazu ist aber entweder zusätzliche Hardware erforderlich oder ein WLAN-fähiger Beamer. Meistens habe ich beides nicht, sondern habe für Präsentationen oder Videos als primäre Quelle mein Notebook am Beamer angeschlossen. Die Fotos vom Handy müssen also möglichst flüssig auf den Computer kommen. Zwei Methoden bieten sich dafür an.</p> <ul> <li> <p>Ich verbinde das Handy per Kabel oder Bluetooth mit dem Computer, so dass ich auf dem Computer die Dateien auf dem Handyspeicher sehe. Wenn ein neues Foto hinzukommt, kann ich es sofort auf dem Computer aufrufen.</p> </li> <li> <p>Der Weg über eine Cloud: Ich teile das Foto über einen Cloudspeicher, zum Beispiel Dropbox oder Google Drive, und sobald ich es hochgeladen habe, kann ich es am Computer aus diesem Cloudspeicher heraus öffnen.</p> </li> </ul> <p>Auf ähnliche Weise lässt sich das Kamerabild vom Handy als Video übertragen. Dazu brauche ich eine App auf dem Handy, die den Videostream sendet, und eine App auf dem Computer, die den Stream entgegennimmt – entweder über ein Kabel oder über WLAN. <a href="https://praxistipps.chip.de/smartphone-als-webcam-nutzen-so-gehts_30161">Chip.de</a> erklärt, wie die Verbindung mit <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pas.webcam&amp;hl=de">IP-Webcam</a>, <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.dev47apps.droidcam&amp;hl=en">Droidcam</a> oder <a href="https://apps.apple.com/us/app/webcamera/id348150234">WebCamera</a> hergestellt wird. Droidcam spielt auch mit Linux-Computern zusammen, WebCamera fünktioniert für iOS. Eine andere App für Windows und iOS ist <a href="https://www.kinoni.com">Kinoni</a> (der Dank für diesen Hinweis geht an Lutz Löscher).</p> <p>Bewegtbilder live im Kursraum zu zeigen, kommt vielleicht eher selten vor. Aber in einem Online-Seminar kann es helfen, wenn ich das Smartphone als zweite Kamera einsetzen kann. Zum Beispiel in einem Kochkurs: Über die integrierte Notebook-Webcam kommuniziere ich mit den Teilnehmenden, und Details auf der Küchenarbeitsfläche oder auf dem Herd zeige ich live als Handy-Video.</p> <p>Das ist alles technisch nicht besonders kompliziert. Aber kompliziert genug, um den Seminarfluss aufzuhalten, wenn etwas nicht gleich klappt. Deshalb ist es immer wichtig, die Methoden vorher zu testen und zu üben. Am besten verschiedene, damit man in der Kurssituation notfalls auf eine andere ausweichen kann.</p> http://j-stolla.de/blog/2020-09-25_smartphonekamera Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-09-25_smartphonekamera http://j-stolla.de/blog/2020-09-25_smartphonekamera blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 Bildschirmvideos produzieren Jochen Stolla <h1>Bildschirmvideos produzieren</h1> <p>11.11.2020 </p> <p>Über Nutzen und Einsatzmöglichkeiten von Bildschirmvideos habe ich <a href="2020-05-26_bildschirmvideos">hier</a> geschrieben und Browsertools vorgestellt.</p> <p>Software, die im Browser gestartet wird, ist oft leicht zu bedienen und führt zu schnellen Ergebnissen. Umfangreichere Einstellungs- und Gestaltungsmöglichkeiten habe ich jedoch in der Regel mit Programmen, die lokal auf meinem Computer installiert sind.</p> <p>Eine Übersicht über solche Software gibt zum Beispiel Julius Beineke auf <a href="https://t3n.de/news/screencast-software-uebersicht-866350/2/">t3n.de</a>. Ich möchte davon besonders die plattformübergreifende freie Software <a href="https://obsproject.com/de">OBS-Studio</a> hervorheben. Manuel Schmuck erklärt sie <a href="https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2020/05/26/erklaervideos-erstellen-mit-obs-studio/">hier</a> und Axel Dietze <a href="https://youtu.be/X1lL5XUvTBc">hier</a>. Eine freie Software für Windows ist außerdem <a href="https://camstudio.org/">Camstudio</a>.</p> <p>Wer es, wie ich, gern ohne grafische Ablenkung hat, nimmt <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-07-18_ffmpeg">ffmpeg</a> (mein Standardwerkzeug für Bildschirmaufnahmen seit Längerem).</p> <p>Für die Nachbearbeitung meiner Bildschirmvideos bietet sich die freie Software <a href="https://shotcut.org/">Shotcut</a> an.</p> <p>Die Aufnahme, Bearbeitung und speziell auf Screencasts zugeschnittene Effekte verbindet in einem Programm <a href="https://www.techsmith.de/camtasia.html">Camtasia</a>, das allerdings Geld kostet. (Und am besten funktioniert Camtasia mit Videos, die es selbst aufgezeichnet hat – ich hatte wiederholt Schwierigkeiten, Material in Camtasia zu bearbeiten, das ich mit anderen Programmen aufgezeichnet hatte.)</p> http://j-stolla.de/blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 http://j-stolla.de/blog/2020-11-11_bildschirmvideos_2 blog/2020-11-19_webdav Dateien austauschen mit Webdav Jochen Stolla <h1>Dateien austauschen mit WebDAV</h1> <p>19.11.2020 </p> <p>Handouts, Protokolle, Bilder, Arbeitsergebnisse auszutauschen ist elementar für digitale Lehre. Einige Links dazu habe ich <a href="http://j-stolla.de/vhs/kurse_digitalisieren_tipps">hier</a> zusammengestellt. Und natürlich hat jedes Lern-Management-System auch eine Dateiablage. Greift man über die Browserseite darauf zu, wird die Bedienung allerdings manchmal umständlich. Für einen Dateidownload in der VHS-Cloud zum Beispiel muss ich schon mal ein halbes Dutzend Mal klicken.</p> <p>Erheblich einfacher kann es da sein, die Dateiablage in den Dateimanager auf meinem Computer einzubinden. Manche LMS bieten dafür das Protokoll <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/WebDAV">WebDAV</a> an. Das funktioniert, aber mit einer Einschränkung. Wenn Datei- oder Ordnernamen Leer- oder Sonderzeichen enthalten, werden sie von einigen WebDAV-Clients nicht verarbeitet. Dies ist mir klargeworden, nachdem ich von 17 Ordnern in einer VHS-Cloud-Dateiablage nur fünf in meinem Dateimanager gesehen habe.</p> <p>Andere Dateimanager oder Clients kommen mit Leer- und Sonderzeichen zwar besser zurecht. Trotzdem, liebe Kolleginnen und Kollegen: Vermeidet solche Zeichen in euren Dateinamen! Am besten immer. Vor allem aber, wenn irgendwie WebDAV im Spiel ist. Zum Beispiel in der VHS-Cloud.</p> http://j-stolla.de/blog/2020-11-19_webdav Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-11-19_webdav http://j-stolla.de/blog/2020-11-19_webdav blog/2020-12-17_videos_bereitstellen Videos bereitstellen Jochen Stolla <h1>Videos bereitstellen</h1> <p>17.12.2020 </p> <p>Sei es ein schnelles Erklärvideo, ein ausgewachsenes, mit dem ich meinen Teilnehmenden eine gute Portion Inhalt vermittle, oder ein sättigender gefilmter Vortrag – immer wieder stehen Lehrende und Einrichtungen vor der Frage: Auf welchem Weg stelle ich am besten Videos bereit? Meinen Teilnehmenden oder gleich der Öffentlichkeit.</p> <p>Hier gebe ich ein paar Hinweise dazu, welche Aspekte bedacht werden sollten und welche technischen Möglichkeiten es gibt. Und ganz unten: mein Standpunkt dazu.</p> <h2>Was ist zu bedenken?</h2> <h3>Für wen?</h3> <p>Wer soll mein Video nutzen? Ist es ausschließlich für die Mitglieder meines Kurses bestimmt, will ich es einem größeren Kreis verfügbar machen oder der ganzen Öffentlichkeit? Möglicherweise ist es auch nur für eine einzelne Person bestimmt. Ein Feedback-Video auf ein individuelles Arbeitsergebnis etwa – das ist rein private Kommunikation, dieses Video soll niemand außer dieser Person erhalten.</p> <h3>Qualität und Anspruch</h3> <p>Ein Video, das ich für eine Lerngruppe anfertige, ist vielleicht nicht von einer Qualität, mit der ich mich öffentlich präsentieren will. Nicht, weil ich es nicht besser kann (natürlich nicht!), sondern weil bei der Produktion von Lernmaterial immer das Verhältnis von Aufwand und Funktion im Auge behalte. Auf die Frage „Wie gebe ich gleich nochmal auf <a href="https://hackmd.io">hackmd.io</a> ein Dokument zum Bearbeiten frei?“ habe ich <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-05-26_bildschirmvideos">schneller</a> mit einem <a href="https://shareit.video/">shareit</a>-Video geantwortet, als ich eine E-Mail formuliert habe.</p> <h3>Bildung öffnen?</h3> <p>Das Video über die Lerngruppe hinaus publik zu machen, kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein. Vielleicht fühle ich mich dem Open-Education-Gedanken verpflichtet und will meinen Beitrag leisten zum offenen Austausch von Bildung. Nebenbei erhöht ein publiziertes Video meine öffentliche Präsenz und macht auf mich oder meine <a href="https://www.vhs-badhomburg.de/vhs-mediathek">Einrichtung</a> als Bildungsanbieterin aufmerksam. Schließlich ist ein frei zugängliches Video auch für Mitglieder meiner Lerngruppe der bequemste Weg zur Nutzung – ein Klick auf einen Link genügt.</p> <h3>Wert und Preis</h3> <p>Vielleicht möchte ich mein Video aber nicht verschenken, sondern Geld mit ihm verdienen. Oder ich möchte einfach nur deutlich machen, dass mein Produkt einen Wert hat. Dann bekommt mein Video nur, wer dafür bezahlt. Wobei offene Bildungsangebote keineswegs im Widerspruch stehen müssen zur Notwendigkeit, von ihnen leben zu müssen. Dies hat etwa Nele Hirsch <a href="https://ebildungslabor.de/blog/gdt/">hier</a> reflektiert.</p> <h3>Verboten und erlaubt</h3> <p>Wer mein Video nutzen <em>soll</em>, ist die eine Frage. Die andere: Wie <em>darf</em> ich mein Video nutzen? Was ist erlaubt und was nicht? Persönlichkeitsrechte sind zu beachten, wenn andere Personen erscheinen, und Urheberrechte, wenn ich Material von anderen verwende.</p> <p>Wenn wir in der VHS Vorträge aufzeichnen, stellt sich immer wieder vor allem die letztere Frage. Hat die Referentin oder der Referent Material eingesetzt, das gegen eine Veröffentlichung spricht? Vortragende sind es häufig gewohnt, sich über Bild- und Musikrechte wenig Gedanken zu machen. Was überhaupt nicht schlimm ist, wenn die Veranstaltung im geschlossenen Kursraum oder Vortragssaal bleibt. Aber wenn wir den Vortrag übertragen oder aufzeichnen, macht uns die legale Distribution regelmäßig Kopfzerbrechen.</p> <h2>Technische Möglichkeiten</h2> <h3>Frei zugänglich</h3> <p>Wenn ich will, dass mein Video von möglichst vielen gefunden wird, führt kaum ein Weg an <a href="https://www.youtube.com">Youtube</a> vorbei. Natürlich gibt es Alternativen (<a href="https://www.heise.de/tipps-tricks/YouTube-Alternativen-diese-gibt-es-4411810.html">hier</a> oder <a href="https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/#youtube">hier</a>), und ich kann ein Video auch auf meiner eigenen Website oder meinem Blog einbetten.</p> <p>Der Dienst <a href="https://video.link/">video.link</a> gibt Youtube-Links so weiter, dass die Videos ohne ablenkende Youtube-Vorschläge und ohne Werbung angezeigt werden.</p> <p>Auf sozialen Medien erreiche ich auch eine Öffentlichkeit. Oft schneller und im ersten Moment effektiver als auf Youtube. Dafür verstaubt mein Post bald wieder in der Timeline-Historie. Am besten kombinieren: das Video auf Youtube bereitstellen und auf Facebook, Twitter etc. darauf verlinken.</p> <h3>Verstecken und schützen</h3> <p>Vor der Neugier der Öffentlichkeit verbirgt Youtube Videos, wenn ich die Einstellung „nicht gelistet“ wähle: Mein Video ist zwar frei zugänglich, kann aber über die Suche nicht gefunden werden und wird nicht in den Vorschlägen angezeigt. Nur wer die – praktisch nicht zu erratende – Adresse genau kennt, kann den Film aufrufen.</p> <p>In der Praxis bin ich damit vor ungewollten Blicken ganz gut geschützt. Die Verbreitung über die Lerngruppe hinaus verhindert es nicht zuverlässig, weil Nutzer/-innen den Link natürlich ihrerseits teilen können. Und auch urheberrechtlich ist es wohl nicht wasserdicht, denn auch eine versteckte Veröffentlichung ist eine Veröffentlichung. Eine praktikable und risikoarme Methode ist die Weitergabe von versteckten Links gleichwohl.</p> <p>Wenn ich mehr Sicherheit will, könnte ich den Zugriff mit einem Passwort schützen. Das geht aber auf Youtube nicht. Für diesen Zweck habe ich keine einfache kostenlose Lösung entdeckt, dafür gibt es kommerzielle Dienste wie <a href="https://www.vidyard.com">Vidyard</a> oder <a href="https://vimeo.com">Vimeo Pro</a>. Oder ich greife auf meine eigene Website zurück und richte dort einen passwortgeschützten Bereich ein. <a href="https://de.wikihow.com/Eine-Webseite-mit-Passwort-sch%C3%BCtzen">Manuell</a> oder oder mit Unterstützung des Content-Management-Systems, zum Beispiel <a href="https://www.netz-gaenger.de/blog/wordpress-tutorials/seiten-oder-beitraege-in-wordpress-mit-passwort-schuetzen/">Wordpress</a>.</p> <h3>Fileserver</h3> <p>Auch über Dateiserver kann ich Videos bereitstellen, auch hier erhalten Nutzerinnen und Nutzer einen geheimen, aber meist ungeschützten Link. Und auf vielen Dateiservern, zum Beispiel auf Google Drive oder Dropbox, können Videos auch direkt wiedergegeben werden.</p> <p>Was sind Vor- und Nachteile der Fileserver-Variante gegenüber nicht gelisteten Youtube-Videos?</p> <p>Manchmal hakt die Wiedergabe auf dem Dateiserver, das hängt wohl von den Einstellungen des Videoformats ab. Wenn dagegen Youtube ein Video entgegengenommen hat, läuft es praktisch immer flüssig. Andererseits bin ich auf dem Fileserver meist schneller beim Ergebnis: Ich muss mich nicht mit Metadaten und Jugendschutz befassen und muss nicht warten, bis Youtube meine Datei verarbeitet hat – hochladen, freigeben, fertig. Und schließlich kann ich auf einem Fileserver den Datenschutz besser berücksichtigen. Ich kann unter <a href="https://www.heise.de/download/specials/Die-10-besten-Cloud-Speicher-3149052">vielen Anbietern</a> nach Sicherheitsaspekten auswählen oder einen Host selbst betreiben. Zum Beispiel mit <a href="https://nextcloud.com/">Nextcloud</a> oder <a href="https://filegator.io/">Filegator</a>.</p> <p>Ich mache es meistens so: Wenn es schnell gehen soll und ich nur einen kleinen Kreis anspreche, wähle ich Google Drive, wenn ich das Video perspektivisch länger nutzen will und es den Nutzer/-innen möglichst bequem und zuverlässig machen will, wähle ich Youtube.</p> <h3>Datei verschicken</h3> <p>Natürlich kann man Dateien auch verschicken – aber bitte nicht als Mailanhang, sondern über einen Filehosting-Dienst wie etwa <a href="https://wetransfer.com/">Wetransfer</a>. Um ein Video Lernenden zur Verfügung zu stellen, ist diese Methode für mich eher uninteressant. Ich verwende Wetransfer in der Regel dann, wenn ich mich mit Kolleg/-innen über den Stand einer gemeinsamen Produktion austausche.</p> <h3>Messenger</h3> <p>Wie kriege ich nochmal die Bechamelsauce klümpchenfrei? Als Antwort auf Fragen wie diese bietet es sich an, schnell ein Video mit dem Smartphone aufzunehmen. Und wenn das Video schonmal auf dem Smartphone ist, kann ich es auch gleich in die Chatgruppe schicken. Für schnelle Handyvideos ist das eine einfache Lösung – vorausgesetzt, ich stehe mit der Lerngruppe auf diesem Weg in Kontakt.</p> <h3>Lernplattform</h3> <!-- Ebenfalls eine Übersicht zum Teilen von Videos, die ich zur Lektüre empfehle, --> <!-- hat Kristin Narr --> <!-- [hier](https://wb-web.de/material/medien/fotos-videos-und-audios-nicht-offentlich-bereitstellen.html) --> <!-- zusammengestellt. Was sie darin allerdings nicht erwähnt, sind (neben Messengern) --> <!-- Lern-Management-Systeme (LMS) wie Moodle oder die VHS-Cloud. --> <p>Auch Lernplattformen (oder Lern-Management-Systeme – LMS) bieten sich selbstverständlich an, um in Lernkontexten Videos zu beherbergen. </p> <p>Ein LMS ausschließlich als Videoplattform zu nutzen, wäre wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wenn ich das LMS aber ohnehin nutze oder ich andere Gründe habe, ist es durchaus eine Option.</p> <p>Ein Vorteil der LMS-Variante ist, dass ich mein Material gut geschützt bereitstellen kann. Hier haben nur autorisierte Personen Zugriff, ein Lern-Management-System schützt mich daher auch selbst, richtig eingesetzt, vor urheberrechtlichen Fallstricken.</p> <h4>Sonderfall: VHS-Cloud</h4> <p>Innerhalb der VHS-Cloud gibt es verschiedene Orte, wo ich Videos für Teilnehmende platzieren kann.</p> <ul> <li>Dateiablage. Ich kann hier Dateien aller Art hochladen und Nutzer/-innen können sie herunterladen. Eine direkte Abspielmöglichkeit für Videos gibt es nicht.</li> <li>Lernbausteine. Videos, die in einen Lernbaustein eingebettet sind, können wiedergegeben, aber nicht heruntergeladen werden. Dies kann mir gelegen kommen, wenn ich die Nutzung, das Teilen und das Kopieren einschränken will. Lernbausteine müssen aber erst angelegt werden. Man hat hier erst einmal viel am Rahmen zu hämmern und zu schrauben, bevor man das Bild darin vorzeigen kann. Wie der Name schon andeutet, sind Lernbausteine von ihrer Grundidee auch mehr als nur Video-Abspielstationen.</li> <li>Mediathek. Die Bezeichnung klingt vielversprechend, aber die Mediathek ist für die Bereitstellung eigener Videos unbrauchbar. Hier kann ich keine Videos hochladen, sondern nur Medien aus wenigen ausgewählten Ressourcen einbetten.</li> <li>Pinnwand. Auf der Kurs-Startseite kann ich eine so genannte Pinnwand einbauen. Das ist eine halbwegs elegante Lösung, wenn ich Videos als Service ohne umfangreiche didaktische Kontextualisierung anbieten will. Kommt als passwortgeschützte Youtube-Alternative infrage. Mit dem voreingestellten Speicherkontingent von 500 MB stößt man allerdings sehr schnell an Grenzen und wird beim Support eine Erweiterung beantragen müssen. Nutzer/-innen können Videos von der Pinnwand herunterladen; diese Funktion kann ich nicht sperren.</li> </ul> <h2>Empfehlungen</h2> <ul> <li><strong>Nach Möglichkeit nur Material verwenden, dessen Nutzung erlaubt ist.</strong> In meinem Projekt <a href="http://j-stolla.de/suem">„Schreiben über Musik“</a> habe ich dies nicht konsequent getan und bedaure noch heute, dass ein Teil der Videos hinter einer Moodle-Login-Seite versauert, während andere, <a href="https://www.youtube.com/channel/UCL4-EZeKnoZVvfWy7gekf3g/videos">frei zugängliche</a> Filme sich nicht gerade stürmischer, aber regelmäßiger Nutzung erfreuen.</li> <li><strong>Rechte respektieren.</strong> Abmahnungen wegen Urheberrechtsverstößen sind <a href="https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/onlinedienste/runterladen-ohne-reinfall-vorsicht-bei-downloads-aus-tauschboersen-10523">real</a>. Sie nicht zu riskieren, ist nur vernünftig. Und natürlich ist es sowieso geboten, das geistige Eigentum anderer zu respektieren.</li> <li><strong>Wenn möglich, frei verfügbar machen.</strong> Nicht unbedacht, natürlich (s. o.). Aber wenn ich Mühe in ein Video investiert habe, freue ich mich grundsätzlich über alle, die sich dafür interessieren. Wenn es gefunden werden soll, führt an Youtube kaum ein Weg vorbei.</li> <li><strong>Nutzung lizenzieren.</strong> Den Nutzerinnen und Nutzern meiner Produkte erleichtert es das Leben, wenn sie eindeutig erkennen können, ob und unter welchen Bedingungen ich die weitere Verwendung erlaube. Am besten geht das, indem ich meine Produktion unter eine <a href="https://creativecommons.org">Creative-Commons</a>-Lizenz stelle.</li> </ul> http://j-stolla.de/blog/2020-12-17_videos_bereitstellen Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2020-12-17_videos_bereitstellen http://j-stolla.de/blog/2020-12-17_videos_bereitstellen blog/2021-01-25_vk-plattformen Videokonferenz-Plattformen Jochen Stolla <h1>Videokonferenz-Plattformen: ein kurzer Vergleich</h1> <p>25.01.2021 (aktualisiert 26.02.2021)</p> <p>Kurzer Service-Post für Lehrende im Umfeld der Volkshochschulen:</p> <p>Viele beschäftigt die Frage, welche die beste Plattform für Unterricht in Form von Videokonferenzen ist. Solche Fragen lassen sich nie allgemeingültig beantworten. Im Folgenden fasse ich aber einige Vor- und Nachteile der drei Plattformen zusammen, die häufig in der engeren Wahl sind. Ergänzungen gerne in die Kommentare.</p> <h2>VHS-Cloud/Edudip</h2> <h3>Vorteile</h3> <ul> <li>Marke VHS</li> <li>in fast allen Volkshochschulen verfügbar</li> <li>keine zusätzlichen Kosten</li> <li>relativ einfach bedienbar</li> <li>gutes Datenschutzniveau</li> <li>Nutzende werden nicht aufgefordert, Software zu installieren</li> </ul> <h3>Nachteile</h3> <ul> <li>für die meisten Dozent/-innen und Teilnehmende neue Plattform</li> <li>Zugang für nicht in der VHS-Cloud Registrierte: Solche Teilnehmende müssen sich zunächst in der VHS-Cloud einschreiben und sich in ihr zurechtzufinden lernen.</li> <li>Alternativ sind in Edudip Konferenzen mit nicht-registrierten Teilnehmenden möglich. Der Zugang ist dann über einen einfachen Link möglich. Dazu muss nur die moderierende Person in der VHS-Cloud registriert sein. Allerdings muss sie dann jeden Termin einzeln beim VHS-Cloud-Support beantragen.</li> <li>zur Präsentation nur PDF möglich (einige andere Dateiformate werden von der VHS-Cloud für die Präsentation in PDF umgewandelt)</li> <li>Videos, die präsentiert werden sollen, müssen in Youtube vorliegen.</li> <li><del>Tonwiedergabe nur auf Umwegen möglich (siehe <a href="http://j-stolla.de/assets/rieken_edudip_ton.pdf">hier</a> und <a href="http://j-stolla.de/assets/loescher_edudip_ton.pdf">hier</a>)</del> (Tonübertragung bei Screensharing ab 01.03.2021 mit den Browsern Google Chrome und MS Edge möglich)</li> <li>Breakout-Räume nur auf <a href="http://j-stolla.de/assets/konzept-breakout-raeume.pdf">Umwegen</a> realisierbar</li> <li><del>keine Galerieansicht</del></li> <li>gelegentlich nicht ganz stabil</li> </ul> <h2>Zoom</h2> <h3>Vorteile</h3> <ul> <li>Plattform ist vielen vertraut</li> <li>guter Funktionsumfang (u. a. Medien- und Audiowiedergabe, Breakouträume)</li> <li>gute Stabilität</li> </ul> <h3>Nachteile</h3> <ul> <li>Datenschutz muss in den Einstellungen bedacht werden (vgl. dazu <a href="https://www.datenschutz-notizen.de/videokonferenzen-mit-zoom-5327696/">hier</a> und <a href="https://kim.uni-hohenheim.de/zoom-datenschutz">hier</a>).</li> <li>Kosten (ca. 14 Euro/Monat, personengebunden)</li> <li>Manche Volkshochschulen akzeptieren keine Onlineveranstaltungen außerhalb der VHS-Cloud.</li> </ul> <h2>Jitsi</h2> <h3>Vorteile</h3> <ul> <li>freie Software</li> <li>gutes Datenschutzniveau erreichbar</li> <li>einfacher Zugang für Teilnehmende und Lehrende</li> <li>Nutzende werden nicht aufgefordert, Software zu installieren</li> <li>keine Kosten</li> </ul> <h3>Nachteile</h3> <ul> <li>gelegentlich nicht ganz stabil</li> <li>begrenzter Funktionsumfang</li> <li>Aufzeichnung nicht bei allen Instanzen möglich</li> <li>Audioübertragung in Linux nur mit Hilfe des Chrome-Browsers möglich</li> <li>Manche Volkshochschulen akzeptieren keine Onlineveranstaltungen außerhalb der VHS-Cloud.</li> </ul> <h2>weitere Systeme (Auswahl)</h2> <ul> <li>BigBlueButton</li> <li>Microsoft Teams</li> <li>WebEx</li> <li>Google Meet</li> <li>GoToMeeting</li> <li>Skype</li> </ul> http://j-stolla.de/blog/2021-01-25_vk-plattformen Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2021-01-25_vk-plattformen http://j-stolla.de/blog/2021-01-25_vk-plattformen blog/2021-02-02_chat Chat und Empörung Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>Chat und Empörung</h1> <!-- Whatsapp in Kursen verwenden? --> <p>02.02.2021 </p> <p>Ein Messenger kann Unterricht effektiv unterstützen. Ich habe <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix">hier</a> und <a href="http://j-stolla.de/vhs/kurse_digitalisieren_tipps">da</a> darauf hingewiesen, und in diesem Wintersemester mache ich selbst wieder intensiv die Erfahrung. In zwei Seminaren nutze ich aktuell Chats als wesentliches Element der Lehre und der Zusammenarbeit.</p> <p>Auch als ich voriges Frühjahr mit Kolleg*innen der VHS Möglichkeiten besprochen habe, digitale Erwachsenenbildung zu gestalten, ging es neben anderem um Messenger. Mein Anliegen war es da, zu vermitteln: Lernprozesse in der Digitalität zu gestalten ist mehr, als wöchentliche Kurstermine vom VHS-Seminarraum in eine Videokonferenz zu verlagern. Eingeübte, im Alltag verankerte Kommunikationskanäle können das Sozialgefüge und die Kollaboration in der Lehr-Lern-Gruppe fördern.</p> <p>Was bei einigen dabei angekommen ist: Ich würde Kursleiter*innen Whatsapp empfehlen. Gewissermaßen als Lernplattform. Dabei wisse doch jeder, dass das gar nicht gehe – Datenschutz.</p> <p>Da ist die Botschaft vielleicht im Schwange der Empörung etwas, sagen wir, eindimensional angekommen. Deshalb nochmal langsam: Ja, Whatsapp <em>kann</em> digitalen Unterricht unterstützen. Das heißt aber lange nicht, dass Lehrende nun eigens zu diesem Zweck Kontakte austauschen und Gruppen gründen sollten, keineswegs. Es ist indes eine Realität, dass nicht wenige Kursgruppen untereinander und mit ihren Dozent*innen seit eh und je ganz arglos über Whatsapp verbunden sind. Dies vorausgesetzt und unter der Bedingung, dass es für alle Beteiligten in Ordnung ist, kann Whatsapp auch für Lernen und Kollaborieren mit Gewinn genutzt werden.</p> <p>Gleichwohl sollte niemand übersehen: Die Datenschutzprobleme, die Whatsapp verursacht, sind keine Kleinigkeiten. Die <a href="https://lfd.niedersachsen.de/startseite/themen/wirtschaft/nutzung-von-whatsapp-in-unternehmen-179649.html">niedersächsische Datenschutzbeauftragte</a> nennt diese Hauptpunkte:</p> <blockquote> <ol> <li>Die Übermittlung der Kontakte aus dem Adressbuch des Nutzers an WhatsApp.</li> <li>Die Übermittlung von personenbezogenen Daten in die USA.</li> <li>Die Nutzung von personenbezogenen Daten durch WhatsApp.</li> <li>Die Übermittlung der Nutzerdaten an andere Unternehmen des Facebook-Konzerns</li> </ol> </blockquote> <p>Wer Whatsapp nutzt, gibt also persönliche Daten von Menschen weiter, die dazu nicht eingewilligt haben. Seit Januar verlangt Whatsapp zudem von den Nutzenden, ihre Daten <a href="https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2021-01/datenschutz-whatsapp-nutzungsbedingungen-facebook-faq">noch freigiebiger</a> herauszugeben. Viele hat das wachgerüttelt, andere Messenger, allen voran <a href="https://signal.org/de/">Signal</a>, finden massenhaften Zulauf.</p> <p>Was folgt daraus? Gewiss ist es nur für wenige VHS-Dozent*innen eine realistische Option, nun einfach von Whatsapp zu einem anderen Messenger zu wechseln. Ein neues System zu installieren, zu verstehen, parallel zu anderen zu betreiben, das ist für viele alles andere als einfach. Nicht zuletzt sind VHS-Lernende erwachsene Menschen, die zu einem solchen Wechsel erst einmal freiwillig bereit sein müssen. Noch weniger realistisch ist zu diesem Zweck wohl ein Einstieg in die VHS-Cloud, deren Messengerfunktion zudem kaum an dedizierte Apps herankommt.</p> <p>Wenn es machbar ist – umso besser. Hilfe etwa beim Umstieg zu Signal gibt <a href="https://youtu.be/kRehIpT608s">Philippe Wampfler</a> (der an <a href="https://routenplaner-digitale-bildung.glitch.me/#p1076">anderer Stelle</a> noch für pragmatischen Umgang mit Datenschutzfragen plädiert hat, heute aber Whatsapp als nicht mehr verwendbar betrachtet.)</p> <p>Neben Signal gibt es weitere Alternativen. Ich nutze für meine Seminare <a href="https://youtu.be/FfmL8BFXNe4">Matrix</a>. Eine differenzierte Übersicht über Datensicherheit und -schutzniveau der verschiedensten Systeme gibt <a href="https://www.kuketz-blog.de/kuketz-blog-messenger-matrix-mit-fokus-it-sicherheit-datenschutz/">Mike Kuketz</a>.</p> <p>Für kurze Kurse, für die die Installation eines neuen Systems nicht lohnt, hat Nele Hirsch <a href="https://ebildungslabor.de/blog/flippedaustausch/">hier</a> <a href="https://www.leapchat.org">Leapchat</a> empfohlen.</p> <p>Trotz allem dürften viele VHS-Lehrende wieder einmal in der Zwickmühle gefangen bleiben: Digitale Tools, die den Unterricht unterstützen könnten, sind häufig nur mit einem vereinbar – entweder mit dem Datenschutzgewissen oder mit der realistischen Chance, dass Teilnehmende damit arbeiten werden.</p> http://j-stolla.de/blog/2021-02-02_chat Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2021-02-02_chat http://j-stolla.de/blog/2021-02-02_chat blog/2021-02-25_frankfurter_musikleben Frankfurter Musikleben I Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>Frankfurter Musikleben</h1> <p>Ein Erfahrungsbericht</p> <p>25.02.2021 </p> <p>Mit Online-Elementen arbeite ich in meiner Lehre seit eh und je. Aber das Wintersemester 2020/21 war noch einmal anders. Neben dem Projekt <a href="https://www.werktextblog.de">Werktextblog</a> durfte ich zwei kurrikulare Seminare durchführen: „Lernvideos produzieren und einsetzen“ an der <a href="https://www.hfmdk-frankfurt.info/hochschule/fachbereiche/fb-2-lehraemter-wissenschaft-und-komposition/">HfMDK Frankfurt am Main</a> und „Frankfurter Musikleben im Spiegel aktueller journalistischer Texte“ an der <a href="https://www.uni-frankfurt.de/43265859/Institut_für_Musikwissenschaft">Goethe-Universität</a>. Beide rein online.</p> <p>Meine Erfahrungen mit dieser intensiven Online-Lehre möchte ich hier teilen. Welche Ansätze und Methoden haben gut funktioniert, welche weniger? Welche Schlüsse ziehe ich in Sachen Online-Lehre? Vor allem gehe ich auf das Seminar „Frankfurter Musikleben“ ein.</p> <h2>Projektlernen</h2> <p>Die Studierenden sollten in meinem Seminar das Musikleben in Frankfurt am Main näher kennen lernen. Sie betrachteten es dazu durch die Brille des Journalismus. Das heißt: Sie analysierten Konzertkritiken mit Methoden qualitativer Forschung. Dabei sollten sie nebenbei etwas über Journalismus und Forschungsmethodik lernen.</p> <p>Das Seminar war als gemeinsames Projekt angelegt. Wir spielten ein Forschungsvorhaben durch, von der Formulierung der Forschungsfragen bis hin zum abgeschlossenen Forschungsbericht. Die Idee des Projektlernens ist älter als Corona und auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Projektorientierter_Unterricht">älter als das Internet</a>. Wie aber gerade Projektlernen ins digitale Medium (ins „digitale Zeitalter“) passt, hat etwa Lisa Rosa <a href="https://shiftingschool.wordpress.com/2019/05/22/projektlernen-im-digitalen-zeitalter/">hier</a> dargelegt.</p> <h2>Synchron und asynchron</h2> <p>Die wöchentlichen 90-Minuten-Termine einfach aus dem Seminarraum zu kopieren und im Videokonferenzraum einzufügen, das wollte ich auf keinen Fall. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen: Alles, was keine Gleichzeitigkeit erfordert, mache ich nicht in Videokonferenzen. Also keine Referate (die kann man sich als Aufzeichnung ebenso gut anschauen), wenige Feedbackrunden, Ideensammlungen, stilles Lesen (so etwas soll es in Seminaren noch geben). Stattdessen mehr Austausch im Gespräch, Absprachen treffen, Atmosphäre wahrnehmen. Dazu braucht man keine wöchentlichen Termine, allenfalls zweiwöchentliche. Dachte ich.</p> <p>Unterschätzt habe ich dabei die Bedeutung, die ein Rhythmus fester Termine haben kann. Der Wunsch, sich jede Woche zu treffen, kam von den Studierenden, und die Treffen haben wahrscheinlich dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit und das soziale Miteinander über das Semster hinweg aufrechtzuerhalten.</p> <p>Trotzdem ist vieles – sogar das Wesentliche im Projekt – außerhalb der Seminarsitzungen passiert. Recherchen, Textanalysen, schriftlich geführte Diskussionen (über Onlineformulare und Etherpads), informeller Austausch und schnelles Klären von Fragen über den Matrix-Chat.</p> <h2>Rolle des Lehrenden</h2> <p>Ein Lehrprojekt basiert darauf, dass die Lernenden seinen Fortgang wesentlich selbst tragen. Neues Wissen und neue Erkenntnisse erwerben sie weniger, indem dieses Wissen von einer lehrenden an eine lernende Person vermittelt oder gar auf sie übertragen wird (was ohnehin einen fragwürdigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Instruktionalismus">Instruktionalismus</a> bedeuten würde). </p> <p>Entsprechend wird beim Projektlernen der Lehrende eher zu einem Lernbegleiter, zu einem Organisator, Moderator und Diskussionspartner. Und tatsächlich haben die Seminartermine – im Laufe des Semesters mehr und mehr – den Charakter von Gesprächstreffen angenommen, in denen wir offene Fragen des Prozesses besprochen, Zeitpläne und Zuständigkeiten fixiert und einander auf den aktuellen Stand des Projekts gebracht haben.</p> <p>„Die Grenze zwischen Lernenden und Lehrenden ist fließend im Netz“, erklärt Philippe Wampfler <a href="https://schulesocialmedia.com/2021/01/08/lehr-und-lernrollen-in-einer-kultur-der-digitalitat/">hier</a>. Das Seminar hat mir dies erneut deutlich werden lassen. Ich habe einen gewissen organisatorischen, thematischen und methodischen Rahmen vorgegeben (der im Laufe des Semesters immer einmal wieder modifiziert werden musste) und konnte hier und da ein paar inhaltliche Impulse zu Fragen der Journalistik, zu Forschungsmethoden und zum wissenschaftlichen Arbeiten geben. Die meisten Lerninhalte und Einsichten haben sich die Studierenden indes selbst erarbeitet, wobei sie einander mit ihrem unterschiedlichen Erfahrungshintergrund, Rückmeldungen und Diskussionsbeiträgen solidarisch unterstützt haben. Mein Eindruck war, dass gerade dadurch jede*r Einzelne von der individuellen Startposition aus voranschreiten konnte. Und diese Startpositionen lagen teils weit auseinander.</p> <h2>Technik und Tools</h2> <p>Im Seminar nutzten wir diese Tools:</p> <ul> <li>eine zentrale, passwortgeschützte Website die Basisinformationen, Aufgabenstellungen und die aktuellen Zoom-Links</li> <li><a href="https://zoom.us">Zoom</a> für Videokonferenzen</li> <li><a href="https://de.overleaf.com">Overleaf</a> für das kollaborative Schreiben des Forschungsberichts</li> <li><a href="https://www.taguette.org/">Taguette</a> für die Analyse der Konzertkritiken</li> <li><a href="https://www.bscw.de/">BSCW</a> für die Dateiablage</li> <li>einen <a href="http://j-stolla.de/blog/2020-08-01_matrix">Matrix</a>-Chat für die Kommunikation zwischen den Seminarterminen</li> <li>außerdem zum Einsatz zwischendurch: Google-Formulare, Etherpad, Flinga, Mentimeter, Padlet</li> </ul> <p>Die Kombination hat sich mir als ambivalent erwiesen. Auf der einen Seite haben alle Tools ihre Zwecke gut erfüllt. Das, was sie leisten sollten, haben sie ohne allzu großen Overhead geliefert. Auf der anderen Seite: Einige der Werkzeuge waren den Studierenden zuvor unbekannt, und sie mussten sich dafür neu einarbeiten, registrieren oder Apps installieren.</p> <p>Auch wenn ich sehr gerne etwa mit Matrix oder Overleaf arbeite, auch wenn ich immer noch glaube, dass eine Website einfacher aufgerufen ist ein Kurs in einem LMS – beim nächsten Mal werde ich sicher darüber nachdenken, wie viele neue Systeme ich meinen Teilnehmenden zumute. Wobei: Ganz allein das Standard-LMS der Uni Frankfurt, <a href="https://www.rz.uni-frankfurt.de/88957757/Zentrale_Lernplattform_OLAT_f%C3%BCr_Mitarbeitende">OLAT</a>, hätte für die Seminarzwecke nicht genügt. Ein Spezialwerkzeug für qualitatives Kodieren hätten wir auf jeden Fall benötigt und eine Plattform für das kollaborative Schreiben. Und ob ein Chat in OLAT an die Intuitivität des Matrix-Raums heranreicht, scheint mir auch fraglich.</p> <h2>Werkstück</h2> <p>Das Modulhandbuch fordert als Studiennachweis: „Praktikumsbericht oder Werkstück“. Dies sollte im Falle des „Frankfurter Musiklebens“ ein Forschungsbericht sein, ausgearbeitet und an den Ansprüchen eines wissenschaftlichen Papers orientiert. Nein, natürlich wollte niemand damit eine etablierte, peer-reviewte Fachzeitschrift erobern. Es war immer noch ein Seminar für das Bachelor-Studium, und das Projekt war auf eine einsemestrige, zweistündige Lehrveranstaltung begrenzt.</p> <p>Trotzdem gab das Forschungsideal die Richtung vor; das Ziel zu verfolgen, mit wissenschaftlichen Methoden relevantes Wissen zu generieren. Das hätte schief gehen können, und alle wären mit ihren Leistungspunkten, aber einem fragmentarischen Produkt in die Semesterferien gegangen.</p> <p>Es ist aber nicht schiefgegangen. Ein Dreißig-Seiten-Aufsatz über das Konzertleben Frankfurts in der Pandemie ist abgeschlossen. Und ich reibe mir die Augen. Die Aussicht auf den stattlichen Artikel wird während des Semesters seinen Teil zur Motivation, zur Zielstrebigkeit und zum langen Atem der Gruppe beigetragen haben. Von Woche zu Woche wurde der Text jedesmal besser, differenzierter und präziser. Ich durfte dies mit Freude beobachten, für die Autor*innen war vielleicht auch das eine beflügelnde Erfahrung der Selbstwirksamkeit. Wer will, kann den Bericht samt einer studentischen Perspektive auf das Seminar <a href="http://j-stolla.de/blog/2021-03-01_fm_forschungsbericht">hier</a> nachlesen.</p> http://j-stolla.de/blog/2021-02-25_frankfurter_musikleben Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2021-02-25_frankfurter_musikleben http://j-stolla.de/blog/2021-02-25_frankfurter_musikleben blog/2021-03-01_fm_forschungsbericht Frankfurter Musikleben II Angelika Eichstaedt <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>Frankfurter Musikleben</h1> <p>Der Forschungsbericht</p> <p>Gastbeitrag von Angelika Eichstaedt</p> <p>01.03.2021 </p> <blockquote> <p>„Wie finden Musikereignisse ihren Widerhall im öffentlichen Diskurs? Welche Konzerte werden in Medien besprochen, welche nicht? Und in welcher Weise werden sie abgebildet? Lassen sich aus journalistischen Texten thematische Schwerpunkte extrahieren oder Diskussionsstränge rekonstruieren? Was sagt die journalistische Reflexion über das Musikleben der Stadt Frankfurt aus und was sagt sie über den lokalen Musikjournalismus aus?“</p> </blockquote> <p>Mit diesen Fragen wurde das Seminar „Frankfurter Musikleben im Spiegel aktueller journalistischer Texte“ im Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 2020/21 angekündigt. Zudem sollten im Seminar qualitative Forschungsmethoden und Praxiserfahrung vermittelt werden. Und natürlich sollte das Frankfurter Musikleben reflektiert werden. Digital. Im Lockdown unter Pandemiebedingungen. Zu zehnt schlugen wir uns also mit uns weitestgehend unbekannten alternativen Messengern, Filesharing-Plattformen, Analysetools und Textsatzsystemen herum, produzierten Input-Videos und analysierten Musikkritiken von Konzerten, die (nicht) stattfanden. Nicht möglich? Doch! Und wir finden, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, und verstecken müssen wir uns damit nicht!</p> <p>Auf diesen Seiten präsentieren wir also unseren gemeinsam in Kollaboration geschriebenen Forschungsbericht. Das ist das, was wir eben in vier Monaten in diesem doch recht ehrgeizigen und zeitaufwendigen Projekt schaffen konnten. Weder erheben wir hiermit Anspruch auf Vollständigkeit der Untersuchungsergebnissse zum Thema noch auf Fehlerlosigkeit. Auch weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass dieser Bericht natürlich kein zitierfähiges Material für Hausarbeiten ist. Dennoch dürfen natürlich Ideen gesammelt und unser Vorgehen und dessen Präsentation kritisch reflektiert und diskutiert werden. Auch über eventuelle Rückmeldungen freuen wir uns.</p> <p>Das Frankfurter Konzertleben unter Pandemiebedingungen im Spiegel journalistischer Texte: <a href="http://j-stolla.de/assets/Frankfurter_Musikleben.pdf">Download</a></p> <p>Frankfurter Musikleben I: <a href="http://j-stolla.de/blog/2021-02-25_frankfurter_musikleben">Erfahrungsbericht</a> des Dozenten</p> http://j-stolla.de/blog/2021-03-01_fm_forschungsbericht Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2021-03-01_fm_forschungsbericht http://j-stolla.de/blog/2021-03-01_fm_forschungsbericht blog/2021-06-18_bbb BigBlueButton für Volkshochschulen Jochen Stolla <!-- [alle Blogartikel](http://j-stolla.de/blog) --> <h1>BigBlueButton für Volkshochschulen</h1> <p>18.06.2021</p> <p>Neben Edudip steht seit Frühjahr 2021 ein weiteres Videokonferenz-System auf der VHS-Cloud zur Verfügung: <a href="https://bigbluebutton.org/">BigBlueButton</a>. Weil Edudip in mancher Hinsicht nicht sehr komfortabel und in der Vergangenheit oft nicht stabil war, haben viele Volkshochschulen andere Systeme eingesetzt – allen voran Zoom.</p> <p>Wenn sich BigBlueButton als stabiler erweist als Edudip, könnte es eine interessante Alternative sein. Hier ist ein kurzer Vergleich der drei Systeme und ein Video mit einer ersten Tour durch BBB.</p> <table border="1" rules="all"> <tr> <td></td><td><b>Edudip</b></td><td><b>BigBlueButton</b></td><td><b>Zoom</b></td> </tr> <tr> <td>Administration über</td> <td> VHS-Cloud </td> <td> VHS-Cloud </td> <td>Zoom-Account</td> </tr> <tr> <td>Teilnahme über Zugangslink</td> <td>ja</td> <td>ja</td> <td>ja</td> </tr> <tr> <td>Stabilität</td> <td>eingeschränkt</td> <td>noch keine Erfahrungswerte</td> <td>gut</td> </tr> <tr> <td>Kosten</td> <td>für Volkshochschulen kostenfrei</td> <td>für Volkshochschulen kostenfrei</td> <td>ca. 16 Euro/Monat und Moderator*in</td> </tr> <tr> <td>Gruppenräume</td> <td>nein</td> <td>ja</td> <td>ja</td> </tr> <tr> <td>Datenschutz</td> <td>DSGVO-konform nutzbar</td> <td>DSGVO-konform nutzbar</td> <td>hinsichtlich der DSGVO problematisch, da US-amerikanisches Unternehmen</td> </tr> <tr> <td>weitere Aspekte</td> <td>Moderator*in benötigt VHS-Cloud-Account<br> Aufzeichnung möglich<br> keine Tonübertragung beim Teilen des Bildschirms möglich</td> <td>Moderator*in benötigt VHS-Cloud-Account<br> Aufzeichnung nicht möglich<br> keine Tonübertragung beim Teilen des Bildschirms möglich</td> <td>hohe Verbreitung<br> Aufzeichnung möglich<br> Tonübertragung beim Teilen des Bildschirms möglich</td> </tr> </table> <p><br> </p> <!-- <div class="video-container-wrapper"><div class="video-container"> --> <!-- <iframe class="youtube" width="560" height="315" --> <!-- src="https://youtu.be/IPmXnibbzUY" frameborder="0" --> <!-- allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; --> <!-- picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> --> <!-- </div></div> --> <!-- <span class="caption"> --> <!-- BigBlueButton in der VHS-Cloud --> <!-- </span> --> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/IPmXnibbzUY" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> http://j-stolla.de/blog/2021-06-18_bbb Sat, 19 Jun 2021 09:07:42 +0200 http://j-stolla.de/blog/2021-06-18_bbb http://j-stolla.de/blog/2021-06-18_bbb